(Wochenbuch 269): Wie früh soll das Frühfranzösisch beginnen...?

Tagesschau-Beitrag zum Frühfremdsprachenentscheid im Kanton Thurgau
Tagesschau-Beitrag zum Frühfremdsprachenentscheid im Kanton Thurgau

Grüezi mitenand

 

Wieder einmal herrscht Aufregung um den Fremdsprachenunterricht in der Schweiz. Das Thurgauer Kantonsparlament hat entschieden, dass in der Primarschule nur eine Fremdsprache unterrichtet wird und Französisch, wie früher, konzentriert auf der Sekundarstufe stattfinden soll.

 

Nun geht es wieder los: Angeblich soll mit diesem Entscheid die Mehrsprachigkeit in der Schweiz gefährdet sein und auch der nationale Zusammenhalt würde darunter leiden. Das ist Unsinn. Die Experten sind sich nämlich äusserst uneinig, wann man am besten mit dem Fremdsprachenunterricht beginnt. Wichtig ist, dass die Schüler am Ende ihrer Schulzeit zwei Fremdsprachen einigermassen anständig gelernt haben.

 

Meine persönliche Meinung ist, dass man zu viel Fremdsprachenunterricht in die Primarschule gestopft hat. Zuallerst müssen gerade wir Deutschschweizer richtig Hochdeutsch lernen. Dann reicht eine zusätzliche Fremdsprache - und ich finde, es soll den Kantonen überlassen werden, welche Zweitsprache sie vorziehen. Genauso wichtig, wie der Sprachenunterricht sind auch die mathematischen Fähigkeiten und das Arbeiten mit den Händen. Schliesslich haben wir einen Mangel an gut ausgebildeten Berufsleuten. Wo bleibt eigentlich der Werkunterricht (oder wie immer man dieses Fach heute gerade nennt) in dieser ganzen Diskussion?

 

Mit besten Grüssen (und bis bald),

Peter Keller