Herzlich willkommen

"Mir liegt Nidwalden am Herzen – und die Schweiz. Ich stehe zu unserer

direkten Demokratie. Die Bürgerinnen und Bürger sollen das letzte Wort haben und nicht irgendwelche Richter oder Brüssel. Ein EU-Beitritt kommt für mich nicht in Frage.

Die Schweiz ist weltoffen und unabhängig. Das ist unser Erfolgsrezept und

dafür will ich mich stark machen."             

                                                                         

Mo

18

Feb

2019

(Wochenbuch 345): PaPi Schpilt FuSsbal...

 

Grüezi mitenand

 

Kürzlich erzählte mir ein Vater, dass er sehr besorgt sei über die Rechtschreibung seiner Tochter. Als er sie bei den Hausaufgaben korrigieren wollte, habe sie ihn zurechtgewiesen: "Unsere Lehrerin hat gesagt, die Eltern dürften nicht korrigieren!"

 

"Schreiben nach Gehör" oder "lautgetreues Schreiben" oder "Lesen durch Schreiben" heisst die umstrittene Lernmethode. Die Kinder sollen einfach drauflos schreiben, gerade so, wie sie es hören. Korrigiert wird irgendwann einmal, vielleicht ab der dritten Klasse oder noch später.

 

Inzwischen haben breit angelegte Studien, zum Beispiel in Nordrhein Westfalen (D), gezeigt, dass Schreiben nach Gehör schlimme Auswirkungen hat auf die Rechtschreibfähigkeit. Die Kinder prägen sich falsche Wortbilder ein, besonders Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache sind klar benachteiligt. Im Schnitt machen Schüler am Ende der vierten Klasse 55 Prozent (!) mehr Rechtschreibfehler, als jene Kinder, die traditionell das ABC lernten.  

 

Res Schmid, Bildungsdirektor von Nidwalden, hat deshalb die "Schreiben nach Gehör"-Methode ab der zweiten Klasse untersagt. In Deutschland haben verschiedene Bundesländer die umstrittene Methode ebenfalls verboten.

 

Ich habe in der Bildungskommission des Nationalrats das Thema traktandieren lassen. Es wird höchste Zeit, dass wir die Schweizer Schülerinnen und Schüler vor dieser "Schlechtschreibe-Methode" schützen!

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

11

Feb

2019

(Wochenbuch 344): Arbeit hinter den Kulissen...

 

Grüezi mitenand

 

"Wann ist eigentlich wieder Session...?", so lautet eine der häufigsten Fragen. Vier Mal im Jahr (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) finden jeweils während dreier Wochen die Sessionen statt. Die Zeit dazwischen ist mindestens so wichtig. Dann nämlich tagen die Kommissionen, wo jeweils die Geschäfte und Vorstösse beraten und beschlossen werden.

 

Ich bin Mitglied der Finanzkommission. Zu ihren Aufgaben gehört die Kontrolle der Staatsfinanzen, die Vorberatung des Budgets, die Debatte über Zahlungsrahmen und Finanzierungskredite. Das tönt sehr technisch. Letztlich geht es um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Steuergeldern. Der Bund gibt über 70 Milliarden Franken im Jahr aus, die zuerst von den Unternehmen und den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet werden müssen.

 

In der Subkommission 2, deren Präsident ich bin, werden die finanzrelevanten Geschäfte des Aussendepartements (EDA) und des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) vorberaten. Die Subkommission hat nur sechs Mitglieder. Man kann also sehr direkt mit den Vertretern der Verwaltung zusammenarbeiten. Hier werden auch die ersten Entscheidungen gefällt, wie viel Geld für die Bildung, die Entwicklungshilfe und Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden (können).

 

Dann bin ich auch Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur. Hier geht es um die Finanzierung verschiedener Bildungs- und Forschungseinrichtungen (zum Beispiel der ETH oder des Nationalfonds) oder der Berufsbildung. Aber auch Geschäfte rund um die nationale Kulturförderung, den Sport und den Tierschutz werden in der WBK verhandelt.

 

Spannende Aufgaben, aber auch eine nicht ganz einfache Gratwanderung: Es gibt viele politische Wünsche, aber nur begrenzte finanzielle Mittel. Mit anderen Worten: Man muss als Finanzpolitiker auch Nein sagen können.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

04

Feb

2019

(Wochenbuch 343): Aus dem VW wurde ein Mercedes...

Nettozahlungen pro Kopf in den Nationalen Finanzausgleich (NFA).
Nettozahlungen pro Kopf in den Nationalen Finanzausgleich (NFA).

 

Grüezi mitenand

 

Nationaler Finanzausgleich (NFA) heisst das Instrument, wo die Unterschiede zwischen finanzstärkeren und finanzschwächeren Kantonen möglichst ausgeglichen werden. Diese Solidarität ist wichtig und richtig.

 

Trotzdem muss man auf Fehler im NFA hinweisen dürfen. Bei der Einführung 2008 wurde allen Kantonen eine sogenannte "Mindestausstattung" zugesichert: Das heisst, jeder Kanton soll mindestens 85 Prozent der Mittel zur Verfügung haben wie der Durchschnitt aller Kantone. Das war der ausgehandelte Kompromiss.

 

Heute, zehn Jahre später, wurde diese Grenze deutlich überschritten. Die Nehmerkantone bekommen teilweise über 88 Prozent "Mindestausstattung". Das tönt nach wenig mehr... doch es geht hier um Hunderte von Millionen Franken, die zusätzlich umverteilt werden. Im neuen NFA-Gesetz soll nun die "Mindestausstattung" auf 86,5 Prozent festgelegt werden. Man verkauft das als Kompromiss. Doch es ist ein Kompromiss vom Kompromiss.

 

Man könnte es anschaulicher sagen: 2008 wurde allen Kantonen mindestens ein VW versprochen. Nun ist es ein Mercedes geworden - finanziert von den Geberkantonen. Das heisst von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, beispielsweise aus Nidwalden. Ist das noch solidarisch? Oder nützt man hier ein System aus?

 

Die Statistik oben zeigt, wie stark die Belastung für die Geberkantone gestiegen ist. Nidwalden zahlt heute pro Kopf über 1000 Franken im Jahr in den NFA. Die Gesamtsumme ist von 15 Millionen (2008) auf über 40 Millionen gestiegen. Ich bin der Meinung, dass es eine Belastungsobergrenze braucht - und ich werde in der Finanzkommission auch beantragen, dass die Mindestausstattung maximal 85 Prozent beträgt.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

28

Jan

2019

(Wochenbuch 342): Blech oder Holz? Blech UND Holz!

Jahreskonzert des Musikvereins Hergiswil im Loppersaal
Jahreskonzert des Musikvereins Hergiswil im Loppersaal

 

Grüezi mitenand

 

Es war eine stolze Schar, die da die Bühne im Loppersaal füllte: Der Musikverein Hergiswil spielte zu seinem traditionellen Jahreskonzert im Januar auf. Ein schöner Abend, beeindruckende Klangqualität, lustige Einlagen (vom Moderator Hansjörg Lustenberger wie von "Andreas Gabalier" alias Seppi Blättler). Als Hergiswiler bin ich schon etwas stolz, was dieser Verein unter der Leitung von Stefan Zimmermann in seiner Freizeit und mit viel Herzblut leistet. Und der grösste Dank für dieses Engagement ist sicher die Freude und der Applaus des Publikums.

 

Ein besonderer Höhepunkt war sicher die Ur-Aufführung der Eigenkomposition des Co-Dirigenten Reto Blättler: Der Marsch "Surprise" oder "Sur-priiis" - ein Stück mit humorvollen Anspielungen. Noch ein Hinweis: Zum ersten Mal wird Hergiswil Gastgeber sein für das Innerschweizer Musikfest vom 14. bis 16. Juni 2019.

 

Warum der Titel "Holz oder Blech"? Offenbar gibt es bei Blasmusiken eine kleine Rivalität zwischen den Holzregistern (etwa den Klarinettisten) und den Blech-Instrumentalisten. Die Hergiswiler haben diesen "Konflikt" mit Augenzwinkern aufgegriffen und gezeigt: Am besten klingen die Darbietungen im gemeinsamen Spiel.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

21

Jan

2019

(Wochenbuch 341): Politik für die KMU und Familienbetriebe...

Grüezi mitenand

 

Natürlich soll man "Ratings" mit Vorsicht geniessen. Trotzdem freut es mich sehr, dass ich zu den gewerbefreundlichen Politikern des Nationalrats gehöre. Auf Rang 26 von 200 Parlamentariern, schön eingebettet zwischen dem IT-Unternehmer Franz Grüter und Sandra Sollberger, die einen Malerbetrieb führt.

 

Ich durfte selber in einem Familienbetrieb gross werden und habe dort im Büro und auf der Montage mitgearbeitet und so mein Studium finanziert. Das Gewerbe, die KMU, die Familienbetriebe bilden das Rücktritt unserer Wirtschaft. Besonders auch in Nidwalden. Sie sorgen für Arbeitsplätze und bilden junge Menschen aus. Sie tragen Verantwortung für ihre

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Umso mehr sollte die Politik in Bern schauen, dass diese Betriebe möglichst gute Rahmenbedingungen haben. Mit anderen Worten: Dass sie nicht noch mehr mit Steuern, Abgaben, Regulierungen und Einschränkungen geplagt werden.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

14

Jan

2019

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zur Nationalsrats-Nominierung und zum Referat: Meine Arbeit als Nationalrat

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Mo

14

Jan

2019

(Wochenbuch 340): Kompass für die Schweiz...

Medienkonferenz zum neuen Parteiprogramm der SVP für die Jahre 2019-2023
Medienkonferenz zum neuen Parteiprogramm der SVP für die Jahre 2019-2023

 

Grüezi mitenand

 

Die Bürgerinnen und Bürger sollen wissen, woran sie sind, wenn sie wählen gehen. Ein Parteiprogramm dient aber auch als Kompass für die eigenen Amtsträger: Welche Schweiz wollen wir? Was sind die politischen Inhalte und Ziele? Wofür stehen wir ein? Ein Parteiprogramm ist ein Versprechen an die Wählerinnen und Wähler - und eine Verpflichtung für die eigenen Volksvertreter.

 

Ich durfte als Programmverantwortlicher mitarbeiten an unserem neuen Programm. Wobei sich die SVP nicht neu erfinden muss. Wir machen eine verlässliche Politik. Sei es in der Europa-Frage (die Schweiz soll gute Beziehungen pflegen, sich aber politisch nicht einbinden lassen) oder in der Innenpolitik: Wir wollen ein sicheres Land, wo die Menschen sich frei bewegen können und darum Kriminalität und Gewalt konsequent bekämpft werden. Frei und sicher soll die Schweiz sein.

 

Und wir setzen uns für die "Chrampfer" ein, für die Menschen, die etwas leisten. Wir machen Politik für alle, die Verantwortung übernehmen: für sich, für ihre Familie, in ihrem Beruf, als Mitarbeiter und als Unternehmerin, die sich engagieren in der Nachbarschaft, in den Vereinen, für das Gemeinwohl. Das war und ist unser Kompass.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

07

Jan

2019

(Wochenbuch 339): Anerkennung für einen Familienbetrieb...

 

 

Grüezi mitenand

 

Seit 160 Jahren gibt es die "Kellers" in Nidwalden. Unser erster Vorfahre kam als Schlosser ins Rotzloch und arbeitete an der Achereggbrücke mit. Mein Grossvater gründete einen Betrieb in Hergiswil, mein Vater baute dann an der Bahnhofstrasse die Metallbau Werner Keller AG auf, meine Brüder Werner und Christoph führen heute den Betrieb mit Niederlassungen in Dallenwil, Egerkingen und der Big Steel in der Obkirche.

 

Es freut mich, dass die Firma den Anerkennungspreis der Gemeinde Hergiswil erhalten hat. Der Betrieb zählt insgesamt rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich verdiente hier mein Studium, machte das ganze Büro (Finanz- und Lohnbuchhaltung, Auftragsbearbeitung) und zog auch mal das "Übergwändli" an und ging auf Montage.

 

Ein Familienbetrieb prägt. Man ist immer Teil der Freuden und Sorgen. Mein Bruder Werner sagte es richtig bei seinen Dankesworten: Er zählt jeden seiner Angestellten zur grossen Familie. So übernehmen viele KMU in der Schweiz ganz konkret Verantwortung, sie sorgen für Arbeitsplätze und bilden junge Menschen im Beruf aus. Umso wichtiger ist es, dass wir in der Politik Sorge tragen zu solchen Unternehmen und ihnen möglichst gute Rahmenbedingungen bieten.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

24

Dez

2018

(Wochenbuch 338): Einfach frohe Festtage...

 

Grüezi mitenand

 

Ich wünsche Ihnen ganz einfach schöne, ruhige, frohe Festtage.

 

Mit besten Grüssen (und bis im nächschte Jahr...), Peter Keller

 

 

Mo

17

Dez

2018

(Wochenbuch 337): Das Kollegi Stans präsentiert Maturaarbeiten...

 

Grüezi mitenand

 

Lasertechnik, Lobbyismus in der Politik oder wie der Dialekt auf den ersten Eindruck bei anderen wirkt...

 

Auch dieses Jahr boten die Maturandinnen und Maturanden am Kollegi Stans eine breite und interessante Palette von Vorträgen. Tipp: Unbedingt mal vorbeigehen. Man muss sich nicht anmelden. Alle sind herzlich willkommen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

 

Mo

10

Dez

2018

(Wochenbuch 336): Innerschweizer Kandidaten für den Bundesrat...

Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki kandidiert für den Bundesrat.
Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki kandidiert für den Bundesrat.

 

Grüezi mitenand

 

Nach den Rücktritten von Johann Schneider-Ammann und Doris Leuthard brachten sich mit Heidi Z'graggen für die CVP und Hans Wicki für die FDP gleich zwei Zentralschweizer ins Rennen um die Bundesratsnachfolge.

 

Für mich war es selbstverständlich, die beiden Innerschweizer Kandidaturen zu unterstützen, auch wenn die Favoritinnen, wie sich dann bewahrheitete, aus der Ostschweiz (Karin Keller-Sutter) und dem Wallis (Viola Amherd) kamen.

 

Natürlich ist die regionale Herkunft nur eines von vielen Kriterien. Aber es wäre schon wichtig, wenn die Zentralschweiz wieder eine Stimme im Bundesrat hätte. Gerade für Infrastrukturprojekte wie der Tiefbahnhof Luzern oder Korrekturen beim Nationalen Finanzausgleich. Positiv war, dass sich mit Hans Wicki und Heidi Z'graggen zwei fähige Politiker für die Zentralschweiz stark gemacht haben. Auch für künftige Wahlen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

03

Dez

2018

(Wochenbuch 335): Interview mit drei Lernenden...

Drei Lernende für Fachfrau Gesundheit (FaGe) zum Interviewtermin im Bundeshaus
Drei Lernende für Fachfrau Gesundheit (FaGe) zum Interviewtermin im Bundeshaus

 

Grüezi mitenand

 

Leider ist das Foto ein bisschen "gwagglig" rausgekommen. Dafür waren die Fragen umso klarer... Fabiola Barmettler (NW), Claudia Fässler und Chiara Fässler (beide aus SZ) machen eine Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit, und dazu gehört eine Vertiefungsarbeit. Ich habe Ihnen dafür gerne aus meinem politischen Leben berichtet. Besonders darum, weil ich mich auch freue, dass nach wie vor viele junge Menschen eine Berufsausbildung machen. Die Schweiz braucht dringend gute Fachkräfte.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

26

Nov

2018

(Wochenbuch 334): In die Hosen fürs Innerschweizerische...

Blick auf die Arena des Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfestes 2014
Blick auf die Arena des Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfestes 2014

 

Grüezi mitenand

 

2014 durfte ich zusammen mit vielen tollen Kolleginnen und Kollegen das Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest in Hergiswil durchführen. Jetzt wartet eine mindestens so spannende Aufgabe: Das Innerschweizerische 2021, das in Nidwalden stattfindet. Es ist zwar noch nicht offiziell (pssst….), aber wir sind bereits daran, das OK zusammenzustellen. Wir, das sind die Schwingersektionen Beckenried und Hergiswil mit den beiden Präsidenten Marco Zimmermann und Reto Blättler. Im neuen Jahr mehr davon.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

19

Nov

2018

(Wochenbuch 333): Zwanzig Jahre Musikdompteur...

Thomas Wieland dirigiert "seine" drei Chöre: Obwaldner Taljodler,  Jodlergruppe Schlierätal und die Stanser Jodlerbuebe
Thomas Wieland dirigiert "seine" drei Chöre: Obwaldner Taljodler, Jodlergruppe Schlierätal und die Stanser Jodlerbuebe

 

 

Grüezi mitenand

 

Er hat es nicht gerne, wenn man ihn ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt... Aber man muss ihn ja nicht unbedingt fragen;) Ich singe seit 18 Jahren bei den Stanser Jodlerbueben und schon damals war Thomas Wieland unser Dirigent. Immer leidenschaftlich für den Naturjodel, mit hoher Musikalität und einer Prise Humor. An unserem Jahreskonzert durften wir Thomas Wieland danken und feiern für sein zwanzigjähriges Jubiläum. Als Gäste begrüssten wir zwei weitere von ihm geleitete Formationen: die Obwaldner Taljodler und die Jodlerguppe Schlierätal. Thomas, wir freuen uns auf viele weitere Jahre mit dir!

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

12

Nov

2018

(Wochenbuch 332): Doris Leuthard nimmt Abschied...

Bundesrätin Doris Leuthard im Sitzungszimmer der Finanzkommission.
Bundesrätin Doris Leuthard im Sitzungszimmer der Finanzkommission.

 

 

Grüezi mitenand

 

Zum letzten Mal nimmt Doris Leuthard als Bundesrätin an einer Sitzung der Finanzkommission statt. Ich habe mir erlaubt, ein kleines Erinnerungsfoto zu schicken. Natürlich gibt es manchmal politische Differenzen, aber mit Doris Leuthard tritt eine erfolgreiche und charismatische Politikerin ab. Zu Recht würdigte der Präsident unserer Kommission die abtretende Bundesrätin für ihr grosses Engagement.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

05

Nov

2018

(Wochenbuch 331): Die demokratischen Wurzeln der Schweiz

 

Grüezi mitenand

 

Die Schweiz ist nicht einfach vom Himmel gefallen. Sondern über Jahrhunderte gewachsen. Das zeigt sich auch in unserem politischen System: Den Aufbau unserer Staates von unten nach oben über die Gemeinden und Kantone (Föderalismus), die direkte Demokratie (die Möglichkeit abzustimmen), die Konkordanz (dass die grössten Parteien zusammen den Bundesrat bilden) - all das hängt innerlich zusammen und man muss sorgfältig mit diesem politischen System umgehen.

 

Auf Einladung der Freiburger Zeitung La Liberté durfte ich mit dem Historiker Olivier Meuwly ein Gespräch führen über den historischen Rückraum der aktuellen Debatte über die Selbstbestimmungsinitiative. Mein Fazit: unsere direkte Demokratie hat sich bewährt. Gerade ein Land wie die Schweiz mit verschiedenen Sprachen, kleinen Kantonen und grossen, Städten und ländlichen Gebieten braucht eine gemeinsame Klammer: Dazu gehört unsere Freiheitstradition.

 

Die schweizerische Definition von Freiheit heisst nicht, dass wir machen können, was wir wollen. Sondern, dass wir das nicht tun müssen, was wir nicht wollen. Nein, sagen zu können. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Unser Landesrecht steht über internationalem Recht. Der Wille der Stimmbevölkerung gilt. So funktioniert direkte Demokratie - und die Schweiz ist damit sehr erfolgreich gefahren.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

29

Okt

2018

(Wochenbuch 330): Ja zu unserer einmaligen direkten Demokratie

 

Grüezi mitenand

 

Nirgendwo auf der Welt haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger so viel zu sagen wie in der Schweiz. Die direkte Demokratie ist einmalig. Wir können über die AHV abstimmen. Wir können über die Beschaffung von Kampfflugzeugen befinden. Wir sagen, ob wir in die EU wollen oder nicht, ob wir eine zweite Gotthardröhre wollen oder nicht, ja sogar, ob Hornkuh-Halter belohnt werden oder nicht.

 

Anders gesagt: Die Schweizer Bevölkerung ist der oberste Gesetzgeber. Diese direkte Demokratie ist wesentlich verantwortlich, warum es unserem Land so gut geht. Leider ist dieses Erfolgsmodell in Gefahr. Obwohl eine grosse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer für eine Ausschaffung von ausländischen Verbrechern war, haben drei (!) Bundesrichter 2012 entschieden: Sie schaffen Verbrecher nicht aus, wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg dagegen ist. Fremdbestimmung statt Selbstbestimmung!

 

Die Selbstbestimmungsinitiative will nichts anderes, als dass unser Landesrecht über fremdem Recht steht, dass unsere Bundesverfassung wieder das höchste Gesetz ist. Nun wird mit allerlei Behauptungen Angst gemacht: Die Schweiz sei nicht mehr verlässlich, die Schweiz würde die Menschenrechte nicht mehr respektieren. Das ist, ehrlich gesagt, Unsinn. War denn die Schweiz vor diesem Bundesgerichtsentscheid 2012 kein verlässlicher Vertragspartner? War die Schweiz vor 2012 ein Unrechtsstaat?

 

Es geht um die Zukunft der Schweiz: Wer soll das Sagen haben? Wir Stimmbürgerinnen und Stimmbürger oder irgendwelche Gerichte, internationale Organisationen und die EU?

Wer Ja sagt zur Selbstbestimmungsinitiative, sagt Ja zur direkten Demokratie. Damit wir selber in der Schweiz sagen können, was wir wollen - und was nicht!

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

22

Okt

2018

(Wochenbuch 329): Lausbuben und andere...

 

 

Grüezi mitenand

 

Man wird älter... Vor über dreissig Jahren habe ich die Sekundarschule in Hergiswil besucht. Nun verabredeten wir uns auf ein Klassentreffen. Wir wanderten, plauderten, lachten, assen gemeinsam, tauschten Erinnerungen aus. Ein schöner Tag. Was ich speziell fand: Obwohl wir uns teilweise nie mehr gesehen haben, hatten wir sofort einen lockeren Umgang. Die gemeinsamen schulischen Jahre verbinden fürs Leben.

 

Das Bild oben ist natürlich etwas früher entstanden: Es stammt aus der Primarschule. Lausbuben und ein Lausmeitli. Unbeschwerte Zeiten. Das Klassentreffen zeigte: Ein bisschen Kindlichkeit haben wir uns alle bewahrt. Zum Glück.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

15

Okt

2018

Wochenbuch (328): Grossmacht Nidwalden...

Auszeichnung der jungen Stanser Seilzieher mit Moderatorin und aktiver Seilzieherin Brigitte Ziegler. Oktober 2018
Auszeichnung der jungen Stanser Seilzieher mit Moderatorin und aktiver Seilzieherin Brigitte Ziegler. Oktober 2018

  

Grüezi mitenand

 

Wir sind ja ein kleines Völklein hier in Nidwalden... elf Gemeinden und etwas über 40'000 Einwohner. Aber Nidwalden ist auch eine Grossmacht... nämlich im Seilziehsport. In Beckenried wurden die Schweizermeister in den verschiedenen Kategorien gefeiert. Dazu kamen die erfolgreichen Schweizer Mannschaften der Weltmeisterschaften.

 

Der Abend zeigte, dass auch dieses Jahr wieder der Seilziehklub Stans-Oberdorf verschiedene Auszeichnungen entgegen nehmen durfte. Erfreulicherweise auch der Nachwuchs. Auch der Seilziehklub Engelberg stellte erfolgreiche Mannschaften - und die Engelberger sind ja fast halbe Nidwaldner.

 

Die Meisterfeier waren hervorragend organisiert durch den Seilziehklub Stans-Oberdorf mit ihrem Präsidenten Kai Niederberger. Ich durfte das Grusswort überbringen. Nochmals vielen Dank für den schönen Abend und das grosse Engagement für den Seilziehsport.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Do

27

Sep

2018

Sessionsrückblick mit Ständerat Hans Wicki und Nationalrat Peter Keller

Mo

25

Jun

2018

(Wochenbuch 327): Wer soll bestimmen in der Schweiz...?

 

Grüezi mitenand

 

Wer soll bestimmen in unserem Land? Wir Bürgerinnen und Bürger? Oder fremde Gerichte?

Es gibt wohl keine wichtigere Frage für die Schweiz. Wir haben eine einzigartige Demokratie. In keinem Staat der Welt hat die Bevölkerung so viel zu sagen wie bei uns. Nur ist unsere Demokratie in Gefahr. Sie wird ausgehebelt, Volksentscheide werden nicht umgesetzt oder man zieht internationales Recht unserer Bundesverfassung vor.

 

Die Selbstbestimmungsinitiative der SVP will die Demokratie wieder dorthin zurückbringen, wo sie hingehört: zum Souverän, zu den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

18

Jun

2018

(Wochenbuch 326): Prämien für Hornkühe...?

Ein zutrauliches Kalb beim Scheitholz in Hergiswil, ein Landwirtschaftsbetrieb der Familie Blättler
Ein zutrauliches Kalb beim Scheitholz in Hergiswil, ein Landwirtschaftsbetrieb der Familie Blättler

 

Grüezi mitenand

 

Für einmal spielte die geschlechtergerechte Sprache keine Rolle: Das Parlament debattierte stundenlang über die «Hornkuh-Initiative» des Bergbauern Armin Capaul – von «Hornstieren» war indes keine Rede. Bald wird die Schweizer Bevölkerung darüber abstimmen können, ob in der Bundesverfassung ein zusätzlicher Passus die Halterinnen und Halter von behornten Nutztieren finanziell belohnt. Der Initiant ist zuversichtlich.

 

Capaul zählt bei der Abstimmung vor allem auf die Unterstützung der weiblichen Urnengänger. «Frauen bringen einfach mehr Gefühl für Tiere auf», sagte er gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel, und ergänzte augenzwinkernd: «Wer unseren Sieg an der Urne verhindern will, der müsste vorher das Frauenstimmrecht wieder abschaffen.» Ein Blick auf das Ergebnis im Nationalrat stützt seine These: Während die weiblichen Parlamentarier mit 29 gegen 23 (bei 12 Enthaltungen) der Initiative zustimmten, lehnten ihre männlichen Kollegen die Vorlage deutlich mit 94 zu 20 Stimmen (bei 20 Enthaltungen) ab.

 

Was ist meine persönliche Meinung? Ich finde es auch natürlicher, dass Kühe Hörner haben. Dass wir aber in der Bundesverfassung Hornprämien verankern müssen, scheint mir übertrieben. Da gäbe es andere Mittel und Wege.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

11

Jun

2018

(Wochenbuch 325): Herzlich willkommen zum Sessionsrückblick

Mo

04

Jun

2018

(Wochenbuch 324): Weniger Polit-Söldner, mehr Transparenz...

 

Grüezi mitenand

 

Leider gibt es in Bundesbernimmer mehr Berufspolitiker. Ein Teil der Parlamentarier arbeitet gar nicht mehr neben dem National- oder Ständerat. Die zweite Gruppe der Berufspolitiker ist weniger offensichtlich: Sie bekommen, sobald sie in Bern sind, Mandate von Verbänden, Versicherungen, Umweltorganisationen usw.

 

Diese Mandate sind in der Regel gut bezahlt und natürlich sind damit Erwartungen verbunden: Die jeweiligen Parlamentarier sollen die Interessen, beispielsweise einer Krankenkasse, direkt in ihre politische Arbeit einfliessen lassen.

 

Ich finde diese Vermischung von einem politischen Amt (Nationalrat oder Ständerat) und bezahltem Interessensmandat nicht unproblematisch. Politiker werden so zu mehr oder weniger versteckten Lobbyisten, man könnte auch von Söldnern sprechen. Natürlich sollen Interessen eingebracht werden. Dafür gibt es aber schon Organisationen wie zum Beispiel der Gewerbeverband oder der Mieterverband oder die Sportverbände.

 

Nur macht es einen Unterschied, ob ein Parlamentarier ein bezahltes Mandat hat oder ob er eine Aufgabe ohne Entschädigung übernommen hat. Es freut mich, dass die Mehrheit im Nationalrat nun meinem Vorstoss gefolgt ist und das Register der Interessenbindungen in

zwei Kategorien unterschieden wird: in bezahlte und nicht bezahlte Tätigkeiten. Das schafft Transparenz für die Bevölkerung.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller 

 

 

Mo

28

Mai

2018

(Wochenbuch 323): Bella Firenze...

Mein Vater und Annemarie. Hinten die Ponte vecchio.
Mein Vater und Annemarie. Hinten die Ponte vecchio.

 

Grüezi mitenand

 

Wer einmal in Florenz war, dem muss ich nichts sagen: eine wunderschöne Renaissance-Stadt. Kirchen, Palazzi, Museen, aber auch gutes Essen und schöne Weine. Bella Italia.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

21

Mai

2018

(Wochenbuch 322): Höhere Studiengebühren für Schweizer Studenten...?

 

 

Grüezi mitenand

 

Wir können stolz sein auf unsere beiden eidgenössischen technischen Hochschulen (ETH) in Lausanne und Zürich. Sie gehören zu den besten Universitäten weltweit. Das führt auch dazu, dass viele Studenten aus dem Ausland an der ETH studieren wollen. Das soll auch so sein. Die Internationalität und der Wettbewerb tragen zur Qualität bei.

 

Der Andrang hat aber auch dazu geführt, dass die Kosten steigen (es braucht mehr Studienplätze, Professuren, Verwaltungsarbeit usw.). Nun will der ETH-Rat die Studiengebühren markant erhöhen. Auch dagegen ist nichts grundsätzlich einzuwenden. Aber wenn schon fast ein Drittel der Studierenden aus dem Ausland kommt, müsste es doch selbstverständlich sein, dass man zuerst diese Gebühren erhöht. Schliesslich finanzieren die Schweizer Steuerzahler jährlich mit 2,5 Milliarden Franken die beiden ETH.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

14

Mai

2018

(Wochenbuch 321): Der Ob-/Nidwaldner König ist ein Urner...

 

Grüezi mitenand

 

Bald einmal zum Auftakt der Schwingsaison findet das Ob- und Nidwaldner Kantonalfest statt. Dieses Jahr in Kägiswil. Als ehemaliger OK-Präsident weiss ich, wie viel Arbeit dahinter steckt und wie viele Helferhände und grosszügige Sponsoren es braucht. Darum ein grosses Dankeschön für den tollen Anlass.

 

Natürlich hätte ich gerne einen einheimischen Sieger aus Ob- oder Nidwalden gesehen. Aber mit dem Urner Andi Imhof hat ein langjähriger grossartiger Schwinger verdient gewonnen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

07

Mai

2018

(Wochenbuch 320): Zum 200. Geburtstag...

 

Grüezi mitenand

 

Er war einer der wichtigsten und originellsten Historiker der Schweiz: Jacob Burckhardt, vor zweihundert Jahren in Basel geboren. Seine Hauptgebiet war die italienische Renaissance, aber er ist auch bekannt für seine geistreichen Einsichten. Hier ein Beispiel über den Journalismus. Offenbar gab es schon im 19. Jahrhundert Medienkritik...

 

«Die Journalistik und der unsägliche, furchtbare Druck, den sie hier auf Politik und Gesellschaft ausübt, giebt mir täglich zu denken. Sie glauben nicht, wie leichtsinnig und frivol hier diese entsetzliche Waffe gehandhabt wird! […] Der Missbrauch der Presse ist ein viel grösseres Übel als man glaubt, und keine Tyrannei ist ärger als die der Zeitungsschreiber.» (Brief an Johanna Kinkel, 21.8.1843)

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

30

Apr

2018

(Wochenbuch 319): den Alpsommer vorbereiten...

 

Grüezi mitenand

 

Bevor es dann im Sommer auf die Alp geht mit den Tieren, gibt es Einiges zu tun: Im Weg liegen Bäume, Teile sind abgerutscht, Steine liegen in der Spur. Das muss alles einigermassen in Ordnung gebracht werden. Oben sind Weiden zu putzen, die Alphütte wieder auf Sommerbetrieb umgestellt werden... Bei all den Arbeiten kommt allerdings auch nicht das Gemütliche zu kurz. Ein Stück Fleisch vom Grill, die Natur rundherum - was will man mehr?

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

23

Apr

2018

(Wochenbuch 318): Zahlen, Zahlen, Zahlen...

 

 

Grüezi mitenand

 

Wenn im Frühling die Blumen spriessen, dann liegt jeweils auch die Staatsrechnung des vergangenen Jahres vor. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern weist die Schweiz einen positiven Abschluss aus. Auch dank der Schuldenbremse: Sie verpflichtet das Parlament, nicht mehr auszugeben, als der Staat durch Steuern und anderen Abgaben einnimmt.

 

Seit 2015 bin ich auch Mitglied der Finanzkommission und seit diesem Jahr darf ich die Sub-Kommission 2 präsidieren: Wir sind sechs Nationalrätinnen und Nationalräte und unsere Aufgabe ist es, das Departement des Äusseren (Ignazio Cassis) und das Departement für Volkswirtschaft und Bildung (Johann Schneider-Ammann) näher anzuschauen. Das geschieht jetzt bei der Staatsrechnung, aber dann auch im Herbst wieder, wenn es um die "Verteilung" der Gelder geht beim Budget für das nächste Jahr.

 

Finanzpolitik steht sicher nicht im Rampenlicht der Medien, dafür ist sie zu zahlenlastig und oft auch zu kompliziert. Aber ich setze mich gerne in diesem Bereich ein, denn letztlich müssen für eine verantwortungslose Ausgabenpolitik vor allem Sie bluten: als Bürger und Steuerzahler.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

16

Apr

2018

(Wochenbuch 317): Postauto-Beschiss: Geld zurück an die Kantone

 

 

Grüezi mitenand

 

Das gelbe Postauto gehört zur Schweiz wie die Schoggi und die Berge. Umso erschütternder ist der Skandal rund um die erschlichenen Subventionsgelder der PostAuto AG. Die Kantone haben offenbar rund 78 Millionen Franken zu viel Abgeltungen bezahlt, weil die Post buchhalterisch beschissen hat: Sie hat Gewinne im Regionalverkehr nicht ausgewiesen, um an höhere Subventionen der Kantone zu kommen. Und wenn ich hier von "Kantonen" schreibe, dann haben letztlich die Steuerzahler zu viel bezahlt.

 

Mit Recht hat Landrat Stefan Bosshard aus Oberdorf bei der Nidwaldner Regierung nachgefragt, wann und in welcher Form die erschlichenen Gelder wieder an die Kantone zurückfliessen. Die Post bzw. die Politik muss diesen Skandal ohne falsche Rücksichten aufklären. Leider zeigt sich auch in diesem Fall, dass es nicht gut ist, wenn Staatsbetriebe und Politik zu viel Nähe haben: Verwaltungspräsident der Post ist der ehemalige Ständerat Urs Schwaller.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

09

Apr

2018

(Wochenbuch 316): Familie...

Hochzeit meines Vaters und meiner Mutter 1962
Hochzeit meines Vaters und meiner Mutter 1962

 

Grüezi mitenand

 

Wir haben das Glück, dass alle Geschwister im gleichen Dorf leben wie unser Vater. Beim letzten gemeinsamen Mittagessen überraschte uns Papi mit einem alten Fotoalbum: Es zeigte die Erinnerungen an seine Hochzeit 1962. Ich glaube, jeder ist fasziniert, seine Eltern zu sehen, wenn sie jung sind und man selber noch gar nicht auf der Welt war. Unsere Mutter ist leider bereits länger verstorben. Umso mehr freuen wir uns, dass unser Vater ein zweites Glück gefunden hat. Danke, Annemarie.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

02

Apr

2018

(Wochenbuch 315): Die Kirche auf dem Felsen...

Blick auf die Kirche Madonna del Sasso oberhalb von Locarno
Blick auf die Kirche Madonna del Sasso oberhalb von Locarno

 

Grüezi mitenand

 

Natürlich gehören zu Ostern Schoggihasen und Eier suchen im Garten... Das Fest erinnert uns aber auch daran, dass es vielleicht mehr gibt in dieser Welt, als wir mit unseren Augen sehen. Ob man jetzt gläubig ist oder nicht: Es tut uns allen gut, von Zeit zu Zeit innezuhalten und zu überlegen, was uns im Leben wichtig sein sollte und was nicht.

 

Was mich persönlich immer wieder beeindruckt, sind Kirchen wie die Madonna del Sasso oberhalb von Locarno. Das Bauwerk wurde zu Ehren einer Marienerscheinung auf diesem Felsen errichtet ("sasso": italienisch für Felsen). Hinauf führt ein eindrucksvoller Kreuzweg. Das Christentum ist ein Teil unserer Kultur und es steht uns gut an, dieser Kultur mit Respekt und Interesse zu begegnen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

26

Mär

2018

(Wochenbuch 314): Geschichte erleben...

Grüezi mitenand

 

 

Je weiter Vergangenes zurückliegt, desto schwieriger ist es, eine Vorstellung von den Ereignissen zu bekommen. Die Festung Fürigen bietet einen einzigartigen Rundgang in die Geschichte des "Réduits": in die Verteidigungsstrategie der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Mit dieser Alpenfestung sollte der Vormarsch feindlicher Armeen gestoppt oder wenigstens verzögert werden.

 

Auch im Bürgenstock wurde ein Teil dieser Anlage verwirklicht. In einem gemeinsamen Kraftakt wurden die Stollen, Räume und Geschütze in kurzer Zeit erbaut und eingerichtet. Das Besondere an diesem Museum: Die Festung ist im Originalzustand aus den 1940er Jahren erhalten, obwohl sie auch nach dem Krieg noch genutzt wurde.

 

Wir haben hier ein Stück Geschichte direkt vor der Haustüre. Einfach zu erreichen und auch für Kinder und Schüler sehr empfehlenswert - insbesondere, wenn ein kundiger Mann wie Albert Zobrist (siehe Bild oben), der selber noch in dieser Anlage gedient hat, durch die Räumlichkeiten führt. Mit der Eröffnung der Saison 2018 wurde auch die neue Dauerausstellung eingeweiht.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller 

 

 

Mo

19

Mär

2018

(Wochenbuch 313): Zukunft der Schweizer Landwirtschaft...

Referat des Milchverarbeiters Hans Aschwanden (fromarte) an der GV des Nidwaldner Bauernverbandes. Vorne rechts: NR und Bauernpräsident Markus Ritter macht sich Notizen
Referat des Milchverarbeiters Hans Aschwanden (fromarte) an der GV des Nidwaldner Bauernverbandes. Vorne rechts: NR und Bauernpräsident Markus Ritter macht sich Notizen

 

 

Grüezi mitenand

 

Wie immer am Seppitag findet die Generalversammlung des Nidwaldner Bauernverbandes statt. Zu diskutieren gab vor allem die Gesamtschau (AP22+) aus dem Departement Johann Schneider-Ammann. Dieses bundesrätliche "Strategiepapier" würde noch mehr Schweizer Familienbetriebe zur Aufgabe zwingen. Was es jetzt braucht, ist ein Ausgleich zwischen den Interessen der einheimischen Lebensmittelproduktion und der Exportwirtschaft. Die AP 22+ ist zu einseitig gegen unsere Landwirtschaft ausgerichtet.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

12

Mär

2018

(Wochenbuch 312): Politik bei Gipfeli und Kaffee...

Mo

05

Mär

2018

(Wochenbuch 311): In der Session...

 

Grüezi mitenand

 

Wir sind in der zweiten Woche der Frühjahrssession. Letzte Woche hat das Parlament eine Motion von mir angenommen: Dass Bundesangestellte zusätzliche Entschädigungen, die sie aufgrund ihrer Funktion beim Bund erhalten, vollumfänglich an die Bundeskasse abgeben sollen.

 

Wie immer im Frühjahr, werden Ständerat Hans Wicki und ich einen Sessionsrückblick veranstalten. "Hans-Peter" lädt ein am 17. Februar im Höfli (Rosenburg) um halb zehn.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

26

Feb

2018

(Wochenbuch 310): Die Zuwanderung selber steuern...

Grüezi mitenand

 

In ganz Europa wächst der Unmut über die unkontrollierte Zuwanderung. Niemand würde bei sich zu Hause die Türe aushängen und einfach jeden rein- und rauslassen, der will. Genauso verhält es sich mit einem Staat: Wir sind dafür, dass die Schweiz wieder selber entscheidet, wer und wie viele reinkommen. 

 

Wir haben die masslose Zuwanderung der letzten Jahre nicht verdaut: das zeigt die Verdrängung von einheimischen Arbeitskräften, das zeigen die Integrationsprobleme in den Schulen und in der Gesellschaft, das zeigen die steigenden Sozialkosten im Asylbereich und bei Ausländern. Unterstützen Sie die Initiative mit Ihrer Unterschrift.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

19

Feb

2018

(Wochenbuch 309): SVP Fraktion auf Besuch in Nidwalden...

 

Grüezi mitenand

 

Traditionell findet die erste Fraktionssitzung der SVP Schweiz ausserhalb von Bern statt. Dieses Jahr in Nidwalden. Neben der politischen Arbeit (Vorbereitung der Session) fand ein breites Rahmenprogramm statt: Wirtschaftsgespräch, Vorstellung und Besuch der Glasi Hergiswil, am Freitagabend ein SVP bi de Leyt in Stans. Im Anschluss an die Fraktionssitzung war es auch an der SVP Nidwalden, den schweizerischen Jasscup durchzuführen. Da zeigte Ueli Maurer, dass er trotz Bundesratsamt ein volksnaher Politiker geblieben ist.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

12

Feb

2018

(Wochenbuch 308): Tärä täräää...

 

Grüezi mitenand

 

Wie jedes Jahr hatte unser Jodelclub einen Grillstand an der Stanser Fastnacht - und wie jedes Jahr war die Stimmung auf dem Dorfplatz grossartig. Selbst in den frühen Morgenstunden waren die Leute fröhlich und freundlich - nur manchmal etwas langsamer beim Hervorklauben des Münz'...

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

29

Jan

2018

(Wochenbuch 307): Für und Wider von Hausaufgaben...

 

 

Grüezi mitenand

 

Schule und Bildung interessieren. Das zeigte das Podium mit Vortrag zum Thema "Für und Wider von Hausaufgaben" im Pestalozzisaal in Stans. Fokus Schulen Nidwalden lud Dr. Sandra Moroni von der PH Freiburg für ein Input-Referat ein. Dann diskutierte eine kompetente Runde aus Lehrpersonen und Behördenmitgliedern: Ursula Rayher (Hausaufgabenbetreuerin), Alexandra Wymann (ORS-Lehrerin), Erika Liem Gander (Schulkommissionsmitglied) und Niklaus Oberholzer (Leiter Schulpsychologischer Dienst).

 

Es war ein guter Abend und auch das Thema zog: Viele Eltern besuchten neben Personen aus dem Schuldienst die Veranstaltung. Welches Fazit konnte man ziehen? Hausaufgaben sind nötig zur Vertiefung und Sicherung des Wissens. Gleichzeitig können Hausaufgaben zu Konflikten führen zwischen Kindern und Eltern und der Schule. Wichtig ist, dass Eltern zu Hause die Kinder bestärken, ihnen beistehen, grundsätzlich sollten die Schüler aber selbstständig arbeiten. Kein einfacher Spagat.

 

Bildungsdirektor Res Schmid hat die Stundentafel in Nidwalden ausgeweitet: Die Lehrpersonen haben nun wesentlich mehr Lektionen für Deutsch und Mathematik zur Verfügung (je 230 Lektionen über die ganze Schulzeit). Das sollte die Arbeit zu Hause entlasten. Sicher ist es auch hilfreich, wenn die Schulgemeinden Zeitgefässe schaffen, wo die Schüler unter Aufsicht ruhig und betreut ihre Aufgaben erledigen können. Weitere Unterlagen zum Thema finden Sie hier.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

22

Jan

2018

(Wochenbuch 306): Zuwanderung selber steuern und kontrollieren...

 

 

Grüezi mitenand

 

Niemand würde zu Hause einfach die Türe offen lassen, damit jeder reinkommen und sich einquartieren kann, der will. Nichts anderes will die Begrenzungsinitiative der SVP. Die Schweiz soll wieder selber steuern und kontrollieren, wer ins Land kommt. Es geht gar nicht um eine Zahl. Ob im Jahr 100 oder 100'000 Personen einreisen: Es darf keinen Rechtsanspruch auf Zuwanderung geben. Wir müssen wieder selber entscheiden, wer und wie viele in die Schweiz kommen.

 

Den Unterschriftenbogen finden Sie hier.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

15

Jan

2018

(Wochenbuch 305): Bläss auf der Bühne...

 

Grüezi mitenand

 

Immer Anfang Jahr ist in Hergiswil gute Unterhaltung angesagt. Die Juma (Jungmannschaft) bringt ihr neues Volkstheaterstück auf die Bühne. Dieses Mal drohte den armen unverheirateten Männern die Einführung einer Junggesellensteuer. Man kann sich vorstellen, welche Turbulenzen diese Ankündigung auslöste.

 

Eine besondere Erwähnung verdient der Hund von Gianluca di Sante (der ebenfalls eine Rolle hatte). "Bläss" hat mit einer beneidenswerten Gelassenheit und immer fröhlich (er wedelte bei jeder Gelegenheit) seinen Part gespielt. Sicher dürfte auch seine "Gage", die Leckerli zwischendruch, dazu beigetragen haben. Ich kann das Stück nur empfehlen: Es gibt noch Aufführungen am 17., 19. und 20. Januar.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

08

Jan

2018

(Wochenbuch 304): Sie haben die Wahl...

 

Grüezi mitenand

 

In Nidwalden stehen Wahlen an: Für den Landrat und die Regierung. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass, gerade in einem kleinen Kanton, ein Wahlkampf nur möglich ist dank der Mithilfe vieler Freiwilliger. All diesen Leuten gilt, unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit, Dank und Anerkennung.

 

Am 5. Januar nominierte die SVP Nidwalden ihre Kandidatinnen und Kandidaten. Adrian Amstutz hielt ein flammendes Referat für die Schweiz und ihre Volksrechte - leider zeigt gerade der Bundesrat (Beispiel Masseneinwanderungsinitiative oder Ausschaffung krimineller Ausländer), dass er den Volkswillen nicht wirklich respektiert.

 

Zu den Volksrechten gehört unser Wahlrecht. Alle vier Jahre können die Stimmbürger die politischen Weichen stellen. Sie haben die Wahl in Nidwalden. Hier noch ein kleiner Hinweis: Auf Youtube finden Sie kurze Porträtfilme der SVP-Kandidatinnen und -Kandidaten.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

01

Jan

2018

(Wochenbuch 303): Mindestens fünf gute Gründe, sich auf 2018 zu freuen...

 

 

Grüezi mitenand

 

 

Es gibt optimalere Tage als die rund ums Neue Jahr. Man hat tendenziell zu viel gegessen, Weihnachten war vielleicht auch nicht so harmonisch, wie man sich das wünschte. Dann die Jahreszeit: dunkel, kalt, regnerisch. Umso mehr brauchen wir eine Vitaminspritze Optimismus. Darum hier zum Auftakt fünf gute Gründe, warum wir uns auf 2018 freuen können:

 

1. Alles halb so wild. Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, können wir uns kaum mehr an die grössten (medialen) Aufreger erinnern. Das wird auch 2018 so sein.

 

2. Die Bikini- bzw. Badehosensaison ist noch weit weg. Lassen Sie sich Ihre gute (Ess-)Laune nicht verderben. Ein feines, geselliges Essen hält Leib und Seele zusammen - was wichtiger ist, als ein paar Speckröllchen um die Hüften.

 

3. Politisch können wir auf mehr Ehrlichkeit hoffen. Grossbritannien vollzieht den Brexit und der Bundesrat soll Klarheit schaffen: Will er tatsächlich einen "Rahmenvertrag" mit der EU und die Schweiz damit fremdem Recht und fremden Richtern unterstellen?

 

4. Rechtzeitig auf die Olympischen Winterspiele in Südkorea meldet sich der Langläufer Dario Cologna zurück. Mit ihm freuen wir uns auf gute Leistungen der Schweizer Olympiadelegation.

 

5. Im vergangenen Jahr hat der Tourismus in der Schweiz kräftig zugelegt. Auch 2018 dürfen wir uns freuen (und dankbar sein), in einem solch schönen Land leben zu können. Ob Wanderungen, Ausflüge oder einfach eine schöne Zeit auf dem Balkon oder im Garten: Warum denn in die Ferne schweifen...

 

Mit den besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

18

Dez

2017

(Wochenbuch 302): Frohes Weihnachtsfest...

 

 

Grüezi mitenand

 

Immer wieder toll: der Weihnachtsbaum unter der Kuppel des Bundeshauses. Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest, gemütliche und verfressene Tage im Kreis der Familie. Und dann geht es frisch gestärkt ins Neue Jahr. Ich hoffe, Sie dann wieder ab und zu hier anzutreffen.

 

Mit de besten Grüssen und Wünschen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

11

Dez

2017

(Wochenbuch 301): Wo Hornkühe auf selbst gebaute Laser treffen...

 

 

Grüezi mitenand

 

Traditionell vor den Weihnachtsferien präsentieren die Stanser Kollegi-Schüler ihre Maturaarbeiten. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Themen die jungen Nidwaldnerinnen und Nidwaldner erforschen. Da untersuchte ein Schüler die Bedeutung und Funktion der Hörner für die Kühe (sehr interessant auch im Blick auf die "Hornkuh-Initiative, über die wir bald abstimmen werden).

 

Ein anderer Maturand ging der Frage nach, ob Computerspiele mit historischem Hintergrund korrekt mit den Fakten umgehen, in einem dritten Vortrag wurde die Berichterstattung der Trump-Wahlen in zwei Schweizer Wochenzeitungen verglichen. Kenneth Mathis (Bild oben) zeigte eindrücklich die Technik des Chroma Key auf: Wie man in Filmen Personen in einen anderen Hintergrund "einpflanzt".

 

Für mich ein Highlight war Elena Bösch. Sie baute selber ein Lasermessgerät und referierte über Phasenverschiebung, Interferenz, Lasertriangulation... Ich gebe es zu, ich musste die Begriffe wieder nachschauen. Es war toll zu sehen, wie diese junge Frau kompetent und packend über physikalische Vorgänge sprach. An dieser Stelle auch ein grosses Dankeschön den Lehrerinnen und Lehrern für ihre wichtige Arbeit.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

04

Dez

2017

(Wochenbuch 300): Das wichtigste Geschäft der Wintersession...

Finanzdebatte zum Voranschlag 2018 in der ersten Sessionswoche_November 2017
Finanzdebatte zum Voranschlag 2018 in der ersten Sessionswoche_November 2017

 

Grüezi mitenand

 

Ich weiss, Finanzpolitik ist nicht sehr "sexy". Trotzdem dreht sich in der Politik letztlich alles um die Finanzen. Es werden viele Wünsche und Begehrlichkeiten an Bundesbern herangetragen. Für mich heisst eine verantwortungsvolle Politik jedoch, auch Nein sagen zu können. Denn schliesslich geben wir hier im Parlament das Geld der Bürgerinnen und Bürger aus: jeder Steuerfranken muss zuerst hart verdient werden.

 

In tagelangen Sitzungen haben wir in der Finanzkommission das Budget 2018 vorberaten. Dann kam sozusagen unerwartet der AHV-Segen über uns. Weil die Altersreform an der Urne scheiterte, bleiben jetzt zusätzliche 442 Millionen in der Bundeskasse. Damit war es vorbei mit jedem Spardruck, wobei "sparen" in Bern meint, etwas weniger mehr auszugeben als geplant. Damit steigen die Ausgaben nächstes Jahr auf über 72 Milliarden Franken.

 

Jeder, der schon mal mit Finanzpolitik zu tun hatte, weiss: Es ist viel einfacher, eine Mehrausgabe nicht zu beschliessen, als eine Mehrausgabe wieder rückgängig zu machen. Aber eben: auch "Nein" sagen ist nicht sehr sexy, es ist schöner in der Politik, Geld zu verteilen...

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

27

Nov

2017

(Wochenbuch 299): Eine teure Affäre...

 

Grüezi mitenand

 

Der höchste EU-Beamte kam auf Besuch in die Schweiz - und durfte sich über ein schönes Vorweihnachtsgeschenk freuen: Der Bundesrat versprach Jean-Claude Juncker weitere 1,3 Milliarden Franken für die jüngeren EU-Mitgliedstaaten. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Hemmungslosigkeit gewisse Politiker unsere Steuergelder verteilen.

 

Da war ein Herzen und Abschmatzen zwischen Bundespräsidentin Doris Leuthard und dem EU-Präsidenten Jean-Claude Juncker. Dass die Schweiz einen Ausgleich leistet an die ärmeren EU-Staaten, darüber lässt sich diskutieren. Aber dass das ohne Gegenleistungen geschieht, ist unverständlich, ja erbärmlich. Dieser Bundesrat ist offenbar nicht gewillt, Interessenpolitik für das eigene Land zu leisten.

 

Vor allem hätte der Bundesrat einen Verzicht auf das Rahmenabkommen mit der EU aushandeln müssen. Dieses "Rahmenabkommen" will, dass die Schweiz sich dem EU-Recht unterstellt und der Europäische Gerichtshof als oberste Instanz (also ein fremdes Gericht) bei Streitfragen entscheidet.

 

Die Schweiz würde zur Rechtskolonie der EU. Das dürfen wir nicht akzeptieren. Und was sagte der lächelnde Juncker, nachdem er die 1,3 Milliarden Schweizer Steuerfranken ohne Gegenleistung kassiert hat? Für ihn sei der Begriff "Rahmenabkommen" ein Unwort. Eigentlich müsste er "Freundschaftsvertrag" heissen. Interessant: Die Unterwerfung der Schweiz unter fremdes Recht und fremde Richter nennt man jetzt "Freundschaftsvertrag". Und Doris Leuthard? Sie lächelte.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

20

Nov

2017

(Wochenbuch 298): Im Wunderland...

Szene aus dem Kollegi-Theater. November 2017
Szene aus dem Kollegi-Theater. November 2017

 

 

Grüezi mitenand

 

Magisch und modern. Das Stanser Kollegi-Theater hat ein berühmtes Kinderbuch szenisch umgesetzt: Alice im Wunderland. Die Reise eines kleinen Mädchens in seine Traumwelt. Magisch sind die Figuren, die in dieser Phantasiegeschichte auftauchen, ein sprechender Hase, ein verrückter Hutmacher, die mondäne Raupe. Modern die Umsetzung des Stoffes durch die Regisseurin Noemi Wyrsch: Sie hat, wie es sich für die Selfie-Generation gehört, live Smartphone-Bilder der jungen Schauspielerinnen projizieren lassen und Lieder von Tom Waits eingestreut. Ein schöner Theaterbend - und nebenbei habe ich ein paar frühere Lehrerkolleginnen und -kollegen gesehen. Was will man mehr.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Sa

18

Nov

2017

(Wochenbuch 297): Flüchtlinge einfliegen...?

Aargauerzeitung vom 16.11.2017
Aargauerzeitung vom 16.11.2017

 

 

Grüezi mitenand

 

Der neueste Plan von Justizministerin Simonetta Sommaruga: Flüchtlinge direkt aus Libyen einfliegen. Das klingt auf den ersten Blick gut. Aber es löst das Grundproblem nicht: Auch bis zur afrikanischen Küste kommen hauptsächlich Armutsmigranten mit Hilfe von Schleppern. Wenn nun Frauen und Kinder in die Schweiz eingeflogen werden, wird man das zynische Geschäftsmodell sofort anpassen und diese Personengruppen vorschicken - dank des Familiennachzugs werden dann auch die Männer und andere Familienmitglieder nachreisen können.

 

Schon heute bezahlt allein der Bund fast zwei Milliarden Franken Sozialhilfe für Flüchtlinge. Nach einer Frist von maximal sieben Jahren müssen die Kantone und Gemeinden die Kosten übernehmen. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass die grossen Asylzahlen von 2015/16 auf uns Steuerzahler durchschlagen. Dieses Jahr werden wir rund 23'000 Asylgesuche haben. Das wird bereits als Erfolg gefeiert. Unverständlich. Es sind wieder 23'000 Fälle, die mehrheitlich in der Sozialhilfe landen - und das nur in einem Jahr.

 

Was ist zu tun? Das Schlepperwesen muss ausgetrocknet werden. Das geht nur, wenn die Sozial- und Armutsflüchtlinge nicht in die Schweiz kommen - oder möglichst schnell wieder zurückgeführt werden. Dazu braucht es allerdings den politischen Willen. Das ist mit der aktuellen SP-Justizministerin Sommaruga nicht gegeben.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

13

Nov

2017

(Wochenbuch 296): Der liebe Gott und die gute Laune...

 

 

Grüezi mitenand

 

Dass man einen Gottesdienst auch lüpfig und mit guter Laune feiern kann, zeigte der letzte Sonntagmorgen in Buochs. Der Kirchenchor, Schüler aus Buochs und Wolfenschiessen und eine eigens zusammengestellte Kapelle führte die von Joseph Bachmann komponierte Ländlermesse auf. Ich denke, nicht nur die anwesenden Leute, sondern auch der liebe Gott hatte seine Freude an den fröhlichen Klängen, die die Pfarrkirche erfüllten (und auch das Publikum des Radio SRF2, die Messe wurde live übertragen).  

 

Ein Dankeschön an die vielen Freiwilligen und Laien, die bei dieser Messe mitgewirkt haben - und auch an Josef Zwyssig, unseren ehemaligen Pfarrer von Hergiswil, der jetzt in Buochs tätig ist.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

06

Nov

2017

(Wochenbuch 295): Sportliches Programm...

Die Nidwaldner Mountain-Bikerin Alessandra Gespräch im Gespräch mit Moderator Christian Graf
Die Nidwaldner Mountain-Bikerin Alessandra Gespräch im Gespräch mit Moderator Christian Graf

 

 

Grüezi mitenand

 

Ein Treffen mit dem Baudirektor und Vertretern der Gemeinde Hergiswil wegen der Verkehrssituation, eine Laudatio auf die Wiesenberger Jodler (Platin-Album), das Nidwaldner Sportforum (siehe Foto), Sitzung des Komitees Pro Durchgangsbahnhof Luzern, Einweihung des Friedhofteils Birkenhain, Nidwaldner Berufsbildungskommission, Austausch mit dem Regierungsrat und den nationalen Parlamentariern...

 

Neben der Ratstätigkeit und der Kommissionsarbeit gibt es Einiges zu tun, auch wenn natürlich nicht jede Woche so viele Termine bereithält. Dabei ergeben sich immer wieder auch schöne Begegnungen. Am Nidwaldner Sportforum sah ich zum Beispiel eine ehemalige Kollegischülerin wieder, die heute zu den erfolgreichsten Mountainbike-Sportlerinnen zählt: Alessandra Keller. Sie gewann an der U23-Weltmeisterschaften letztes Jahr die Bronze-Medaille.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

30

Okt

2017

(Wochenbuch 294): Unsere Botschafter in Gold und Platin...

 

Grüezi mitenand

 

Sie sind grossartige Botschafter für Nidwalden. Andere brauchen ein Werbebüro und teure PR-Kampagnen und farbige Prospekte. Wir haben die Wiesenberger. Das ist unsere Geheimwaffe, aber eine Geheimwaffe, die alle kennen.

 

Die Wiesenberger sind aber auch Botschafter für unsere Volkskultur. Sie haben das Jodeln populär gemacht für Leute, die sonst keinen Zugang zu dieser Musik hatten. Für Städter, für "Agglos", für Menschen, die nicht aufgewachsen sind mit dieser Kultur. Das kann man nicht genug hoch einschätzen: Es geht um die Wurzeln von unserem Land. Und ich

glaube, ein Jodelklub wie die Wiesenberger haben mit ihrer Musik viel mehr erreicht als viele hundert, wahnsinnig gescheite 1. August-Reden. Weil der Jodelgesang, die Menschen tief drinnen berührt. Und weil das Jodeln auch immer eine Art Liebeserklärung ist an

unsere schöne Schweiz, in der wir leben dürfen.

 

Herzlichen Glückwunsch den Wiesenbergern zu ihrem tollen Erfolg!

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

23

Okt

2017

(Wochenbuch 293): Finanzen und Schulden...

Grüezi mitenand

 

Nichts ist verführerischer in der Politik als ein paar hundert Millionen Franken, die scheinbar vom Himmel fallen. So ist es nun nach der Abstimmung zur Altersvorsorge 2020 geschehen. Als Folge der Ablehnung verbleibt ein Teil der Mehrwertsteuer, der eigentlich der AHV zukommen sollte, in der allgemeinen Bundeskasse. Konkret sind es 17 Prozent eines Mehrwertsteuerprozentes. Das tönt nach wenig, ergibt aber unter dem Strich ein Plus von 442 Millionen Franken – statt der zuvor im Budget 2018 vorgesehenen schwarzen Null.

 

Zwar dürfte sich Finanzvorsteher Ueli Maurer langfristig freuen über das Nein der Schweizer Bevölkerung zur Reform der Altersvorsorge (sie hat strukturelle Mehrausgaben in Milliardenhöhe verhindert), doch für das kommende Budget macht ihm die Ablehnung zu schaffen: Das zusätzliche Plus von 442 Millionen nimmt den Druck von den Sparmassnahmen, die für einen schuldenbremsenkonformen Haushalt nötig sind. Die Tabelle oben zeigt auch, dass die Ausgaben des Bundes wachsen und wachsen.

 

Keine Sparmassnahmen, dafür Mehrausgaben: Die Mehrheit der nationalrätlichen Finanzkommission hat bereits vorausgesehen, worauf das Gerangel um das Budget 2018 hinauslaufen wird. Die 442 Millionen Franken sollen darum vorsorglich dorthin fliessen, wo sie auch die bürgerlichen Politiker haben wollen: in die AHV.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

16

Okt

2017

(Wochenbuch 292): Traditionen leben...

 

 

Grüezi mitenand

 

Dieses Jahr durften wir wieder den Gottesdienst der Stanser Älplergesellschaft musikalisch umrahmen. 

 

Ein herrlicher Tag, ein wunderbarer Anblick: all diese Trachten, der Umzug, die vielen hundert Besucher. 

 

Es ist schön, dass wir in Nidwalden solche Traditionen haben und dass sie weiter gelebt werden. 

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

So

01

Okt

2017

(Wochenbuch 290): Hergiswil und zurück...

 

 

Grüezi mitenand

 

Älteren Menschen zuzuhören, ist wie eine Zeitreise. Rolf Waller ist in Hergiswil aufgewachsen, sein Vater arbeitete in der Glasi, und ist dann in jungen Jahren für die Arbeit nach Zürich und später Basel "ausgewandert". Der Kulturschock zwischen der katholisch behüteten Kindheit im Lopperdorf und den Versuchungen und Abgründen des Zürcher Niederdorfs hätten nicht grösser sein können.

 

Seine Eindrücke und Gedanken hat Rolf Waller im Buch "Lebenssplitter" und dem Roman "Noch ist es Zeit" niedergeschrieben. Ich durfte mit dem Autor ein Gespräch führen und mit ihm ein längst versunkenes Hergiswil wieder aufleben lassen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

25

Sep

2017

(Wochenbuch 289): Rede und Antwort stehen...

Grüezi mitenand

 

Wir sind in der letzten Sessionswoche. Natürlich war die Ersatzwahl für Bundesrat Didier Burkhalter medial in allen Kanälen zu verfolgen. Es gab aber auch andere wichtige und interessante Geschäfte. Ich freue mich, wenn Sie am Samstag zu unserem traditionellen Sessions-Rückblick kommen können.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

Mo

18

Sep

2017

(Wochenbuch 288): Die italienische Schweiz im Bundesrat...

 

 

Grüezi mitenand

 

Die Bundesratswahl ist durch, mit Ignazio Cassis ist die italienische Schweiz wieder im Bundesrat vertreten. Ich finde, die Bundesversammlung hat richtig entschieden. Allerdings ist "Tessiner-Sein" noch kein Programm. Ignazio Cassis ist gefordert, die bürgerliche Politik im Bundesrat zu stärken. Das heisst, die Schweiz muss gegenüber der EU ihre Position klären: Keine fremden EU-Richter, keine automatische Übernahme von europäischem Recht. Es geht wieder darum, dass wir die Landesinteressen ins Zentrum unserer Aussenpolitik stellen. Politik ist kein Kindergeburtstag.

 

Die Schweiz hat mit Milliarden Franken den Gotthardtunnel gebaut, aber Italien und Deutschland sind ihren Verpflichtungen (Neat-Anschlüsse) noch nicht nachgekommen. Wir haben einen Schengen-Vertrag, aber die EU schafft es nicht, die Aussengrenzen zu kontrollieren. Die Folge ist eine illegale Zuwanderung über die Asylschiene, was uns Hunderte Millionen Franken im Jahr kostet. Dafür fehlt uns Geld für die Bildung, für die innere Sicherheit oder für die AHV. Hier braucht es dringend eine Korrektur.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

11

Sep

2017

(Wochenbuch 287): Doppelbürger im Bundesrat...?

 

 

Grüezi mitenand

 

In der kommenden Herbstsession steht die Ersatzwahl von Didier Burkhalter an. Einige der möglichen Nachfolger, die sich ins Spiel gebracht haben, haben eine doppelte Staatsbürgerschaft.

 

Ich halte das für falsch. Wer in die Landesregierung will, sollte mögliche Interessenkonflikte von vornherein ausschliessen.

 

Dann gibt es ein demokratisches Prinzip: One man, one vote - jeder Bürger hat eine Stimme. Es kann doch nicht sein, dass ein Mitglied des Bundesrates auch (wie im Fall des Genfer Kandidaten Pierre Maudet) in Frankreich noch den Staatspräsidenten mitwählt und dort bei den Europawahlen teilnimmt. Bundesrat und zwei Pässe, das geht definitiv nicht.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

11

Sep

2017

(Wochenbuch 286): Berg auf, Berg ab...

Grüezi mitenand

 

Mitenand gaht's besser. Ein banaler Satz, aber deswegen nicht weniger stimmig. Das Untersteigli ist eine kleine Schafalp am Pilatus (Alpnacherseite). Mein Bruder und ich halfen Stefan Ziehli bei der Alpabfahrt. Besonders der Schafsbock brauchte spezielle "Überzeugungsarbeit" (wir lockten ihn mit hartem Brot), bis er sich endlich nach unten in Bewegung setzte. Die Herren der Schöpfung...

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

11

Sep

2017

(Wochenbuch 285): Nein zu dieser Schein-Reform...

Grüezi mitenand

 

Ich würde profitieren von dieser «Altersreform». Mein Jahrgang bekäme pro Monat 70 Franken mehr Rente und auch bei der Pensionskasse hätten wir Vorteile. Trotzdem werde ich mit Überzeugung Nein stimmen. Denn

meine Vorteile sind die Nachteile der anderen.

 

- Diese «Altersreform» ist ungerecht, weil sie die heutigen Rentner benachteiligt: Sie bekommen nicht mehr und müssen dafür höhere Mehrwertsteuern bezahlen. 

 

- Diese «Altersreform» ist ungerecht, weil sie mit der Giesskanne Geld ausschüttet. Auch Millionäre bekommen eine höhere Rente.

 

- Diese «Altersreform» ist ungerecht, weil die Jungen dreifach bestraft werden: keine 70 Franken, aber höhere Mehrwertsteuern und sie werden zusätzlich büssen müssen für die Mehrausgaben, die mit dieser «Altersreform» beschlossen werden.

 

Diese «Altersreform» ist ein Taschenspielertrick. Man beschliesst auf der einen Seite mehr Ausgaben (70 Franken pro Monat) und verlangt auf der anderen Seite höhere Abgaben (Mehrwertsteuer). So schafft man keine solide Basis für die Zukunft.

 

Wir müssen die AHV langfristig sichern. Kein vernünftiger Mensch sichert die heutigen Renten, indem er willkürlich Neurentner bevorzugt und zusätzliche Ausgaben beschliesst. Darum Nein zu dieser Schein-Reform.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

21

Aug

2017

(Wochenbuch 284): Eine schöne und würdige Gedenkfeier...

 

Grüezi mitenand

 

Über 2500 Besucherinnen und Besucher feierten am vergangenen Samstag eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Schweiz: Bruder Klaus. Der Dank gilt dem OK unter der Präsidentin Monika Rüegger und den vielen Helfern, die diese würdige und schöne Feier erst möglich machten. Der Geist von Niklaus von Flüe lebt.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

14

Aug

2017

(Wochenbuch 283): Die Schweiz mit Bruder Klaus...

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Grüezi mitenand

 

Das politische Leben nimmt wieder Fahrt auf. Nach der Sommerpause beginnen die Kommissionssitzungen und bald auch die Herbstsession. Umso wichtiger sind Momente und Anlässe der Besinnung: Was ist wichtig und unwichtig? Wo liegen die grossen Linien, auch mit Blick auf die politische Geschichte der Schweiz?

 

Vor sechshundert Jahren wurde Niklaus von Flüe geboren. Er hat bis heute eine einzigartige Stellung als nationale Identifikationsfigur. Im Bundeshaus gibt es nur eine einzige reale Person, die als Kunstwerk abgebildet wurde: Bruder Klaus.

 

Ich freue mich auf die Gedenkveranstaltung vom kommenden Samstag im Flüeli Ranft. Bischof Vitus Huonder und alt Bundesrat Christoph Blocher werden auf ihre Weise den Landesheiligen würdigen. Ich darf eine kurze historische Einführung halten. Ich würde mich über Ihren Besuch freuen. Es gibt auch ein interessantes Rahmenprogramm für Familien. Mehr erfahren Sie unter www.bruderklaus-gedenkfeier.ch.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald),

Peter Keller

 

 

Mo

24

Jul

2017

(Wochenbuch 281): Die Schweiz feiern...

 

 

Grüezi mitenand

 

Das Schöne an unserem Nationalfeiertag ist, es gibt keine offizielle Feier (auch nicht auf dem Rütli!), sondern hunderte, ja tausende Anlässe im Land: in den Gemeinden, Städten und natürlich auch zu Hause. Jede Cervelat, die im Garten gebrätelt wird, ist der Rede eines Politikers ebenbürtig. Wenn Sie Grillplausch und eine Festrede verbinden wollen, dann würde ich mich über Ihren Besuch in der Gemeinde Oberdorf freuen und zwar im Ortsteil Büren. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen einen schönen 1. August, wie und wo Sie ihn auch immer verbringen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

17

Jul

2017

(Wochenbuch 280): in der "geschützten Werkstatt"...

Familie Gut mit Nationalrat Thomas Weibel und Lorenz (Landwirtschaftslehrling)
Familie Gut mit Nationalrat Thomas Weibel und Lorenz (Landwirtschaftslehrling)

 

 

Grüezi mitenand

 

Wie jedes Jahr half ich der Familie Gut beim Wildheuen. Was dieses Mal anders war: Wir wurden begleitet von meinem Nationalratskollegen Thomas Weibel von den Grünliberalen.

Er hatte in der letzten Spardebatte im Parlament gesagt, man müsse auch bei der Landwirtschaft kürzen, es handle sich schliesslich um keine "geschützte Werkstatt". Ich fragte ihn dann an, ob er mich im Sommer aufs Stanserhorn begleite zum Bergheuen und ob wir dann am Abend nochmals darüber diskutieren können, ob die Landwirtschaft eine "geschützte Werkstatt" sei. Thomas Weibel sagte mir spontan zu - und er hielt Wort. Den Bericht darüber finden Sie hier.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

Mo

10

Jul

2017

(Wochenbuch 279): Profis werden...

 

 

Grüezi mitenand

 

Zu meinen liebsten "Pflichtterminen" gehört im Sommer die Lehrabschlussfeier im Kanton Nidwalden. Auch dieses Mal durften wieder Hunderte junger Berufsleute ihre Diplome in Empfang nehmen. Sie sind nun Profis, wie der Festredner Stefan Flury (selber Lehrmeister und Mitglied der Berufsbildungskommission) sagte, und Profis zeichnen sich dadurch aus, dass sie jeden Tag etwas dazu lernen. Im Bild überreicht der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid gerade ein Diplom an Andrea Lussi (Tochter meines Jodlerkameraden Peter Lussi). Herzliche Gratulation und alles Gute auf Deinem weiteren Weg!

 

Nur wenige Kantone führen eine solche gemeinsame Feier aller Berufsgattungen durch. Einzelne Berufsverbände machen Druck, sie wollen die Ergebnisse schon früher haben für ihre eigenen Veranstaltungen. Das wäre schade um diese schöne Tradition. Ich wünsche mir, dass Nidwalden weiterhin seine jungen Berufsleute würdig feiert, zusammen mit den Eltern, den Lehrbetrieben, Freunden und Bekannten.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

03

Jul

2017

(Wochenbuch 278): Nidwaldner Marsch für die höchste Nidwaldnerin...

 

 

Grüezi mitenand

 

Am vergangenen Mittwoch durften wir in Hergiswil die neue Landratspräsidentin Michèle Blöchliger feiern. Sie wird für zwölf Monate den Kanton Nidwalden repräsentieren und die Parlamentssitzungen leiten. Ich wünsche Ihr dafür gutes Gelingen und viele schöne Begegnungen.

 

Der musikalische Höhepunkt des Abends war die Uraufführung des "Nidwaldner Marsches". Komponiert wurde das Werk von Reto Blättler, der mit dem Musikverein Hergiswil das Publikum begeisterte. Er liess sich inspirieren von der inoffiziellen Nidwaldner Hymne von Heinrich Leutholds "Zwische See und höche Berge".

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

26

Jun

2017

(Wochenbuch 277): zu Besuch bei der Königin der Zentralschweiz...

 

 

Grüezi mitenand

 

Wenn man so einen vielseitigen Hausberg vor der Türe hat wie den Pilatus, vergisst man manchmal, andere Bergschönheiten zu entdecken. So erging es mir mit der Rigi, der Königin der Berge, wie sie auch heisst.

 

Mit meinem Bruder stiegen wir auf die Hohfluh, ein anspruchsvoller Weg, der aber mit einer wunderbaren Rundsicht belohnt wird. Auch die Blumen standen in voller Blüte. Hier auf dem Bild sieht man eine Feuerlilie.

 

Einmal mehr erfüllte mich die Wanderung mit Dankbarkeit, in einer so schönen Umgebung leben zu dürfen. Ich hoffe, auch Sie kommen im Sommer dazu, unsere vielen Naturschönheiten zu geniessen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

19

Jun

2017

(Wochenbuch 276): In der Welt der Mikrotechnologie...

Mit Nationalratskollege Jacques Bourgeois im Forschungsinstitut CSEM
Mit Nationalratskollege Jacques Bourgeois im Forschungsinstitut CSEM

 

 

Grüezi mitenand

 

Das sind keine Marsmännchen, die Sie da sehen, sondern mein Nationalratskollege Jacques Bourgeois und ich.

 

Im Rahmen der Finanzkommission durften wir das CSEM in Neuenburg besuchen, ein Forschungsinstitut im Bereich der Mikrotechnologie, das auch mit Bundesgeldern unterstützt wird. Hier wird sehr nahe mit der Wirtschaft zusammengearbeitet, vor allem mit Firmen aus der Uhren- und Präzisionsindustrie.

 

Man setzt gemeinsam Forschungsprojekte um oder das CSEM stellt den Unternehmen hochpräzise Anlagen und Instrumente zur Verfügung, die sich vor allem KMU sonst nicht leisten könnten.

Dazu gehört auch ein absolut reiner Raum, wo keine Fremdpartikel die Arbeit stören oder gefährden könnten. Im Reinraum der CSEM werden zum Beispiel winzig kleine Solarmodule getestet und entwickelt. Die Forscher leisten einen wichtigen Beitrag, dass die Schweizer Wirtschaft innovativ und konkurrenzfähig bleibt. Hier sind die öffentlichen Gelder gut eingesetzt.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

  

Mo

12

Jun

2017

(Wochenbuch 275): Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Mo

05

Jun

2017

(Wochenbuch 274): Bekenntnis zu unseren Traditionen

Gesamtbild der nationalen Parlamentarier mit Tracht
Gesamtbild der nationalen Parlamentarier mit Tracht

 

 

Grüezi mitenand

 

Zusammen mit meinem Luzerner Nationalratskollegen Albert Vitali haben wir zum "Tag der Trachten" im Bundeshaus eingeladen. Anlass war das Eidgenössische Jodelfest im Wallis.

 

Fast zwanzig Kolleginnen und Kollegen sind in ihren traditionellen Kleidungen zur Ratssitzung erschienen. Ein schönes Bild und ein schönes Bekenntnis zu unserer Volkskultur. Das Bild zeigt die kulturelle Vielfalt unseres Landes. Am Abend durften wir Walliser Spezialitäten geniessen und die beiden Jodelchöre "Ahori" und "Ze Tafernu" umrahmten den Anlass musikalisch. Ein grosses Dankeschön, vor allem auch an die vielen Stunden Frohnarbeit, die von den Organisatoren und ihren Helfern geleistet werden.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

29

Mai

2017

(Wochenbuch 273): Wie viel ist uns unsere Sicherheit Wert...?

Grüezi mitenand

 

Die Kampfjet-Diskussion ist wieder einmal mitten im Bundeshaus gelandet. Braucht die Schweizer Armee eine Luftwaffe? Wie viele Flugzeuge sind nötig? Und soll das Volk wie beim Gripen über die Beschaffung abstimmen dürfen?

 

Zuerst etwas Grundsätzliches: Ein

Staat, der nicht mehr bereit ist, für die innere und äussere Sicherheit zu sorgen, hat verloren. Ich würde sogar sagen, dass die Gewährleistung der Sicherheit für uns Bürgerinnen und Bürger die wichtigste Aufgabe eines Staates ist. Wir möchten uns frei und sicher im eigenen Land bewegen können. Nur die Polizei darf Gewalt anwenden oder das Militär, sonst herrscht das Gesetz des Stärkeren. Leider fühlen sich heute viele Menschen nicht mehr überall sicher.

 

Im Jahr 2010 haben die Delegierten der SP Schweiz mit 255 zu 195 Stimmen beschlossen, dass die Armee abgeschafft werden soll. Kennen Sie eine Partei in Europa, die offen die

Abschaffung der Armee fordert und gleichzeitig in der Regierung sitzt? Ich nicht. Da erstaunt es auch wenig, dass die Linken und Grünen grundsätzlich gegen neue Kampfflieger sind.

 

Natürlich darf man fragen, wie viel Geld die Armee und speziell die Luftwaffe kosten sollen. Es ist eine Grundsatzfrage: Was ist uns die Sicherheit wert? Zum Vergleich: Wir geben heute 3,5 Milliarden Franken für die Entwicklungshilfe aus pro Jahr, gegenüber 2,5

Milliarden im Jahr 2010. Allein der Bund gibt 2017 fast 2 Milliarden Franken fürs

Asylwesen aus. Die 22 Gripen-Kampfjets hätten 3,1 Milliarden Franken gekostet.

Die Gegengeschäfte mit Schweden nicht eingerechnet. Ich meine, das sollte sich

ein Land wie die Schweiz leisten können.

 

Trotz Gripen-Nein bin ich nach wie vor überzeugt, dass die Schweizer Bevölkerung über die Flugzeugbeschaffung abstimmen soll. Ich bin aber dafür, dass diese Möglichkeit des Finanzreferendums grundsätzlich gelten soll, zum Beispiel auch bei der Entwicklungshilfe. Unsere Fraktion wird einen entsprechenden Vorstoss einbringen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

22

Mai

2017

(Wochenbuch 272): Herr und Frau Durchschnittsschweizer...

 

 

Grüezi mitenand

 

Wie viel mehr verdient ein Zürcher im Vergleich zu einem Tessiner? In welchem Alter heiraten Schweizer? Wofür geben wir am meisten Geld aus? Niemand kennt unser Land so gut wie das Bundesamt für Statistik.

 

Mein Vorname Peter ist übrigens immer noch der häufigste Vorname in der Schweiz, auch wenn wir von den Lucas bald überholt werden. Meinen Artikel über Herrn und Frau Schweizer Durchschnitt finden Sie hier.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald),

Peter Keller

 

 

Mo

15

Mai

2017

(Wochenbuch 271): Kann man sich Hergiswil ohne ihre Glasi vorstellen...?

Das neue Wahrzeichen von Hergiswil: Der 20 Meter hohe Glasi-Turm
Das neue Wahrzeichen von Hergiswil: Der 20 Meter hohe Glasi-Turm

 

 

Grüezi mitenand

 

Am Sonntag feierte die Glasi Hergiswil ihren 200. Geburtstag. Mit einem grossen Volksfest. Robert Niederer, Besitzer und Geschäftsführer, fand die richtigen Worte über die wechselvolle Geschichte dieses Traditionsunternehmens. Wie wichtig ein kreativer Kopf war, wie ihn sein Vater hatte. Und dass die Gemeinde damals Hand bot zur Rettung. Vor allem aber, betonte Niederer, braucht es motivierte und gute Mitarbeiter.

 

Wir Hergiswiler sind stolz auf unsere Glasi und persönlich bin ich auch etwas stolz, dass der Metallbau meines Bruders das Stahlgerüst konstruieren durfte für das neue Wahrzeichen unserer Gemeinde: den 20 Meter hohen Glasi-Turm.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

08

Mai

2017

(Wochenbuch 270): Unehrliches Gesetz...

 

 

Grüezi mitenand

 

Man kann durchaus für die Energiewende sein. Man kann auch ein Gesetz dazu machen und das ganze "Energiestrategie 2050" nennen. Was aber politisch nicht geht, ist diese Unehrlichkeit beim Vorgehen.

 

Das Energiegesetz, über das wir am 21. Mai abstimmen, will den Energieverbrauch bis 2030 fast halbieren. Fossile Energieträger wie Benzin, Öl und Kohle sollen durch erneuerbare Energien ersetzt werden.

 

Noch einmal: Man kann das alles wollen. Aber man sollte den Bürgern gegenüber ehrlich sein, was diese Energiewende bedeutet. Es braucht Milliarden Franken Investitionen und höhere Preise (nicht nur für Benzin und Öl, auch für Strom), um den Verbrauch so massiv senken zu können. 

 

Nun behaupten die Befürworter, die ganze Energiewende koste nur 40 Franken pro Person. Das ist unehrlicher Humbug. Der Bundesrat selbst hat aufgelistet, dass alle diese Massnahmen mindestens 200 Milliarden Franken kosten. Der Rest ist Mathematik: Bis 2050 würde das pro Jahr rund 7 Milliarden Franken "Investitionen" ergeben. Wenn wir diese Kosten auf einen vierköpfigen Haushalt umrechnen, macht das 3200 Franken pro Haushalt und Jahr. Dann haben wir ein ehrliches Preisschild.

 

Wenn Sie für vier Personen Ferien buchen in Mallorca mit Flug, Hotel und Mahlzeiten und Ihnen dann das Reisebüro versichert, das Ganze koste nur 40 Franken Bearbeitungsgebühr, dann wissen Sie, dass das nicht stimmen kann. Aber genau das versuchen jetzt die Befürworter des Energiegesetzes. Darum stimme ich Nein am 21. Mai. Weil das Gesetz unehrlich ist, weil es eine gigantische Subventionsmaschine in Betrieb setzt und weil es anmassend ist, wenn die Politik ein Technologiegesetze macht für das Jahr 2050. Niemand hätte vor dreissig Jahren geahnt, wie schnell und grundlegend die Technik (Beispiel Smartphone) sich wandeln würde.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

01

Mai

2017

(Wochenbuch 269): Wie früh soll das Frühfranzösisch beginnen...?

Tagesschau-Beitrag zum Frühfremdsprachenentscheid im Kanton Thurgau
Tagesschau-Beitrag zum Frühfremdsprachenentscheid im Kanton Thurgau

 

 

Grüezi mitenand

 

Wieder einmal herrscht Aufregung um den Fremdsprachenunterricht in der Schweiz. Das Thurgauer Kantonsparlament hat entschieden, dass in der Primarschule nur eine Fremdsprache unterrichtet wird und Französisch, wie früher, konzentriert auf der Sekundarstufe stattfinden soll.

 

Nun geht es wieder los: Angeblich soll mit diesem Entscheid die Mehrsprachigkeit in der Schweiz gefährdet sein und auch der nationale Zusammenhalt würde darunter leiden. Das ist Unsinn. Die Experten sind sich nämlich äusserst uneinig, wann man am besten mit dem Fremdsprachenunterricht beginnt. Wichtig ist, dass die Schüler am Ende ihrer Schulzeit zwei Fremdsprachen einigermassen anständig gelernt haben.

 

Meine persönliche Meinung ist, dass man zu viel Fremdsprachenunterricht in die Primarschule gestopft hat. Zuallerst müssen gerade wir Deutschschweizer richtig Hochdeutsch lernen. Dann reicht eine zusätzliche Fremdsprache - und ich finde, es soll den Kantonen überlassen werden, welche Zweitsprache sie vorziehen. Genauso wichtig, wie der Sprachenunterricht sind auch die mathematischen Fähigkeiten und das Arbeiten mit den Händen. Schliesslich haben wir einen Mangel an gut ausgebildeten Berufsleuten. Wo bleibt eigentlich der Werkunterricht (oder wie immer man dieses Fach heute gerade nennt) in dieser ganzen Diskussion?

 

Mit besten Grüssen (und bis bald),

Peter Keller

 

 

Mo

24

Apr

2017

(Wochenbuch 268): Staatsakt für Bruder Klaus

Der Festplatz auf dem Landenberg in Sarnen. Mit Blick Richtung Flüeli Ranft, wo Bruder Klaus mit seiner Familie lebte.
Der Festplatz auf dem Landenberg in Sarnen. Mit Blick Richtung Flüeli Ranft, wo Bruder Klaus mit seiner Familie lebte.

 

 

Grüezi mitenand

 

Vor herrlicher Kulisse und bei schönstem Wetter beging unser Nachbarkanton Obwalden den Staatsakt zum 600. Geburtstag von Bruder Klaus

 

Sein persönliches Beispiel, seine Demut, sein Wirken für die Versöhnung der zerstrittenen Eidgenossenschaft (Stanser Verkommnis von 1481) ist auch für heute eine wichtige Botschaft.

 

Mein früherer Professor Peter von Matt hielt die Festrede. Wie immer, wenn er spricht, ein intelligenter Genuss. (Für die ganz Aufmerksamen: Der Staatsakt fand am 30. April statt. Ich habe mir erlaubt, den Beitrag für das Wochenbuch eine Woche vorzuverschieben)

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

17

Apr

2017

(Wochenbuch 267) Wenn junge Nidwaldner forschen...

Einer der vier Nidwaldner Jungforscher: Marco Savignano mit seiner 3D gedruckten Fingerprothese
Einer der vier Nidwaldner Jungforscher: Marco Savignano mit seiner 3D gedruckten Fingerprothese

 

 

Grüezi mitenand

 

Seit 50 Jahren gibt es den Wettbewerb "Schweizer Jugend forscht", wo Schülerinnen und Schüler ihre Maturaarbeiten einreichen können.

 

In Bern wurde das Jubiläum gefeiert und Jugendliche aus der ganzen Schweiz stellten ihre Projekte aus, darunter auch vier Nidwaldnerinnen und Nidwaldner. Unser Gymi stellt regelmässig Teilnehmer und Preisträger bei diesem Wettbewerb. Wir dürfen stolz sein auf diese jungen Forscher, die mit viel Einsatz und tollen Ideen im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich eine Maturaarbeit schreiben.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

10

Apr

2017

(Wochenbuch 266): Ganz einfach...

Madonna del Sasso in Locarno
Madonna del Sasso in Locarno

 

 

Grüezi mitenand

 

Diese Woche ganz einfach... frohe Ostern und dass die Hasen hoppeln und uns mit Schokolade und farbigen Eiern erfreuen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

03

Apr

2017

(Wochenbuch 265): Schweiz mit Sandstränden...

Mit Enrico Napoleone (und Schweizer Regenschirm) in der Altstadt von Cagliari. April 2017
Mit Enrico Napoleone (und Schweizer Regenschirm) in der Altstadt von Cagliari. April 2017

 

 

Grüezi mitenand

 

Vor zwei Jahren machte eine Aktion aus Sardinien Schlagzeilen: Eine Gruppe von Sarden lancierte die Idee, dass sich ihre Insel der Schweiz anschliessen soll als "Canton marittimo", als 27. Kanton mit Meer und Sandstränden.

 

Nun war ich ein paar Tage privat in Sardinien und ich hatte mich mit Enrico Napoleone verabredet, einem der Initianten des "Canton marittimo". Natürlich wissen wir beide, dass dieses Projekt wenig Chancen hat. Aber das Treffen war trotzdem interessant. Enrico erzählte über die abwechslungsreiche Geschichte seiner Heimat, die Probleme mit Italien und die Vorzüge Sardiniens. Wenn sich aus dem Projekt nur schon wirtschaftliche und persönliche Beziehungen ergeben, dann profitieren beide: die Schweiz und Sardinien.

 

Als kleines Gastgeschenk brachte ich einen Schweizer Regenschirm mit und sagte Enrico, dass unser Land zwar viele positive Seiten habe, aber das Klima hier auf Sardinien sei definitiv besser... Mit einem Beitritt Sardiniens zur Schweiz würden wir unsere Sonnenstube definitiv vergrössern. Wenn Sie sich über den "Canton Marittimo" mehr informieren möchten, besuchen Sie die gleichnamige Facebook-Seite.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

27

Mär

2017

(Wochenbuch 264): Wenn frühmorgens das Telefon klingelt...

 

 

Grüezi mitenand

 

Da bin ich frühmorgens im Auto unterwegs, als mein Handy klingelt. Mein erster Gedanke: "Wer um alles in der Welt ruft mich um viertel vor sieben an?" Die Nummer ist mir nicht bekannt.

 

Es meldet sich eine freundliche Stimme, er hätte gerade mein Portemonnaie gefunden... Wie bitte, das könne doch nicht sein? Doch, er sei an der Bushaltestelle Matt vorbeigefahren und habe dort etwas Dunkles liegen sehen und darum herum verstreut verschiedene Kärtchen. Der nette Finder hatte daraufhin angehalten und mich angerufen. Manchmal haben Visitenkärtchen mit Telefonnummer doch ihr Gutes...

 

Was kann ich sagen? Vielen Dank. Ein tolles Beispiel von Hilfsbereitschaft. Wenn ich nur schon an den Aufwand denke, die ID, die Kreditkarte, meinen Badge zu sperren bzw. wiederzubeschaffen. Dann sagte der Mann einen besonders bemerkenswerten Satz: Ich glaube daran, dass solche guten Taten irgendwann wieder zurückkommen. Ja, das soll uns allen ein Beispiel sein. Nochmals herzlichen Dank, Daniel!

 

Und noch ein kleiner Tipp: Beim Einsteigen nicht das Portemonnaie aufs Autodach legen, wenn man noch die Mappe oder die Jacke auf den Rücksitz verstaut.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller 

 

 

Mo

20

Mär

2017

(Wochenbuch 263): Flüchtlingshandys überprüfen...

 

 

Grüezi mitenand

 

Ganz so drastisch ist es nicht, wie der Blick schreibt. Es geht nicht darum, Flüchtlingen einfach grundlos die Handys wegzunehmen. Aber es ist doch schon seltsam, dass eine grosse Zahl der Asylmigranten ihren Pass oder andere Reisedokumente verlieren, nicht aber das Smartphone...

 

Das ist auch der deutschen Bundesregierung aufgefallen. Sie will künftig die Handys (und Computer) von Flüchtlingen mit unklarer Identität ohne deren Einwilligung einsehen. Das deutsche

Bundesinnenministerium schätzt, dass im letzten Jahr bei 50 bis 60 Prozent der Asylsuchenden das Auslesen eines "Datenträgers" in Betracht gekommen wäre, um zu überprüfen, ob Flüchtlinge falsche Personalien angeben, um eine Abschiebung zu verhindern oder Sozialleistungen zu erschleichen.

 

Ich habe den Bundesrat gefragt, ob auch er beabsichtigt, Handys und Computer von Flüchtlingen einzusehen, die ihre Herkunft verschleiern. Der Bundesrat wollte nicht - also muss man ihn dazu zwingen. Mein Fraktionskollege Gregor Rutz hat einen entsprechenden Vorstoss eingereicht.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Di

14

Mär

2017

Herzlich Willkommen zum Sessions-Rückblick

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Mo

13

Mär

2017

(Wochenbuch 262): Bruder Klaus - der erste Schweizer...

Statue von Bruder Klaus in der unteren Ranftkapelle
Statue von Bruder Klaus in der unteren Ranftkapelle

 

 

Grüezi mitenand

 

Er hat eine einzigartige Stellung in der Schweiz: Bruder Klaus, vor sechshundert Jahren geboren in Sachseln Obwalden.

 

Warum einzigartig? Bruder Klaus wurde zu einer Identifikationsfigur für alle Schweizer - und zwar jenseits von politischen und religiösen Überzeugungen.

 

Ob Reformierte oder Katholiken, Deutschschweizer oder Romands, Pazifisten oder Konservative: der Eremit vom Ranft steht für die Kraft der Versöhnung und für Bescheidenheit: Dass wir persönlich, aber auch als Land unsere Grenzen kennen.

 

"Mischt euch nicht in fremde Händel", auch die schweizerische Neutralitätspolitik findet in Niklaus von Flüe ihren frühen Wegbereiter. Hier finden Sie einen Text von mir über den schweizerischen Landesheiligen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller 

 

 

Mo

06

Mär

2017

(Wochenbuch 261): Die Politik muss von unten nach oben wachsen...

Ein grosses Merci an Landrat Albert Frank für den Rückblick!
Ein grosses Merci an Landrat Albert Frank für den Rückblick!

 

 

Grüezi mitenand

 

Natürlich ist die nationale Politik die grosse Bühne. Aber es würde diese Bühne nicht geben, wenn sich nicht viele Leute in den Gemeinden politisch engagieren würden.

 

Am 3. März durfte ich Gast an der Generalversammlung der SVP Stansstad sein und dort auch schon mal über die anstehende Abstimmung zum Energiegesetz referieren.

 

Hier stellvertretend ein Dankeschön für die vielen Menschen, die sich in verschiedenen Funktionen politisch engagieren: Vom Urnenbüro bis zum Ortsvorstand, von den Grünen bis zur SVP.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

Mo

27

Feb

2017

(Wochenbuch 260): Die AHV sichern...

 

 

Grüezi mitenand

 

Das wichtigste Geschäft der Frühjahrssession ist die Reform der Altersvorsorge. Die Ausgangslage ist klar: Der Anteil der AHV-Rentner wächst dank der höheren Lebenserwartung. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, aber für die zukünftige Finanzierung der AHV stellen sich Probleme.

 

Wir kommen nicht darum, Reformen durchzuführen. Ein politisch schwieriges Unterfangen. Soll man das Rentenalter erhöhen? Sehr unpopulär. Der erste Schritt ist sicher, dass Männer und Frauen mit 65 pensioniert werden. Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist keine Einbahnstrasse.  

 

Der wichtigste Grundsatz jeder Reform sollte aber sein, dass wir die heutigen Renten sichern können. Darum finde ich es auch falsch, dass alle künftigen AHV-Bezüger 70 Franken mehr erhalten sollen, wie das der Ständerat möchte. 70 Franken mehr im Monat tönt nach wenig, aber in der Summe würden rund 1,4 Milliarden Mehrausgaben pro Jahr anfallen. Dazu müsste man die Mehrwertsteuer noch mehr erhöhen - und wer zahlt die Mehrwertsteuer? Wir alle, bei jedem Einkauf, auch die Rentner. Was auch unfair ist, dass von dieser Erhöhung um 70 Franken nur die Neurentner profitieren würden. Wer die AHV wirklich langfristig sichern will, darf nicht noch ungerechte Geschenke verteilen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

 

Mo

20

Feb

2017

(Wochenbuch 259): Guggen, Würste und Maskeraden...

Grillstand der Stanser Jodlerbuebe am Guggenüberfall in Stans
Grillstand der Stanser Jodlerbuebe am Guggenüberfall in Stans

 

 

Grüezi mitenand

 

Der Guggenüberfall in Stans ist legendär - und wie jedes Jahr haben wir Jodler unseren Grillstand betrieben. Voller Einsatz. Fasnacht feiern, gibt Hunger. Auch dieses Jahr waren wir wieder bis am Sonntagmorgen früh im Einsatz. Würste, Pizzas und Hamburger für die gute Laune. Ich war an der Kasse und es war wieder erstaunlich: Obwohl auch einiger Alkohol im Spiel ist, die Leute waren freundlich, fröhlich, gut drauf. So soll es sein. Am Schmutzigen Donnerstag sind wir wieder auf dem Stanser Dorfplatz. Wir freuen uns auf euren Besuch.

 

Mit den besten Grüssen (und bis bald), Peter Keller

 

 

Mo

13

Feb

2017

(Wochenbuch 258): Abstimmung verloren, Volkswillen respektieren...

 

 

Grüezi mitenand

 

Am Abstimmungsergebnis gibt es nichts herumzudeuteln: Fast 60 Prozent der Schweizer Bürger lehnten die Unternehmenssteuerreform lll ab. Den Befürwortern - auch mir - war es nicht gelungen, die Bevölkerung von der Notwendigkeit dieser Reform zu überzeugen.

 

Die Linke jubelt über den Sieg an der Urne, sie fordert den Rücktritt des Finanzministers, sie stellt Forderungen, wie eine angepasste Reform auszusehen hat. Das ist ihr gutes Recht. Ich möchte aber an dieser Stelle doch erinnern, wie die Linke mit demokratischen Entscheiden umgeht, wenn sie auf der Verliererseite steht. Da wird randaliert und demonstriert, da wird die Mehrheit als "dumm" und je nach dem "fremdenfeindlich" hingestellt, man weigert sich, den Volkswillen umzusetzen, so wie wir das erlebt haben bei der Masseneinwanderungsinitiative.

 

Für mich ist die direkte Demokratie kein Buffet, wo man sich nimmt, was einem passt und alles andere verschmäht. Der Volkswillen ist zu respektieren, wie jetzt beim Nein zur Unternehmenssteuerreform lll. Aber das erwarte ich auch von den Linken, wenn es um die Masseneinwanderung oder die Ausschaffung von kriminellen Ausländern geht.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

06

Feb

2017

(Wochenbuch 257): Gewerbebetrieb bekommt Kündigung wegen Asylunterkunft...

 

 

Grüezi mitenand

 

Vor ein paar Wochen bekam ich ein verzweifeltes Mail. Nach 43 Jahren muss ein Schwyzer Familienbetrieb seine Werkstatt räumen für Asylbewerber. Obwohl die Familie die Liegenschaft immer wieder selber saniert hat, obwohl man in all den Jahren regelmässig Lehrlinge ausgebildet hat, obwohl die Familie sich in den Vereinen und für das Dorfleben engagiert. Der Fall ist umso ärgerlicher, weil das Schweizer Asylwesen schon lange nichts mehr mit der ursprünglichen Idee zu tun hat (dem Schutz an Personen, die an Leib und Leben bedroht sind), sondern ein Instrument für Schlepper geworden ist, um Wirtschaftsmigranten nach Europa zu bringen, die vielfach im Sozialstaat landen.

 

Das kostet uns Milliarden Franken. Alleine für 2017 wurden im Parlament zusätzlich 500 Millionen Franken Sozialhilfe für Asylbewerber gesprochen. Die Rechnung zahlen die Steuerzahler - und ein Familienbetrieb wie die Firma Kaufmann Wohnbedarf, denen ihre Werkstatt gekündigt wurde, um Asylmigranten unterzubringen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

30

Jan

2017

(Wochenbuch 256): Geschichte hilft verstehen...

 

 

Grüezi mitenand

 

Ist die Türkei auf dem Weg zu einer Diktatur? Was haben die Konflikte im Nahen Osten und dem Balkan mit dem ehemaligen Osmanischen Reich zu tun? Warum ist Zypern in einen griechischen und türkischen Teil getrennt?

 

Wer die heutigen Entwicklungen und Konflikte verstehen will, muss sich mit ihrer Geschichte befassen. Ich lese gerade viel über das Ende des Osmanischen Reiches. Es umfasste den ganzen Balkan, die heutige Türkei, den Nahen Osten und fast ganz Nordafrika. Nach dem 1. Weltkrieg müssen die Sultane abdanken. Aber ihr Erbe beschäftigt uns bis heute. Auch der türkische Präsident Erdogan und seine Machtpolitik sind ohne diese Vorgeschichte nicht zu verstehen. Ich komme auf das Thema zurück.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

23

Jan

2017

(Wochenbuch 255): Zu den Ursprüngen des Universum...

 

 

Grüezi mitenand

 

Die parlamentarische Arbeit ist nicht nur Akten studieren und Zahlen beigen, manchmal darf man auch wirklich interessante Dinge erleben. So besuchte ich mit einem Teil der Finanzkommission die Forschungseinrichtung CERN in Genf, wo sich ein gigantischer Teilchenbeschleuniger im Boden befindet. Die Physiker versuchen mit Hilfe dieser Apparatur, die Ursprünge unseres Universums, den "Ur-Knall", zu ergründen. Absolut beeindruckend. Auch die Anlage selbst, die sich etwa hundert Meter unter der Erde befindet.

 

Was hat die Finanzkommission dort verloren? Die Schweiz gibt auch Darlehen für den Bau oder die Renovation von Immobilien, die sich im Besitz internationaler Organisationen befinden. Auch nach diesem Besuch und bei aller Sympathie für die grossartige Forschungsarbeit, die hier geleistet wird: Es geht um Schweizer Steuergelder und diese sollen nur nach sorgfältiger Prüfung gesprochen werden.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

16

Jan

2017

(Wochenbuch 254): Nicht die Augen verschliessen...

 

 

Grüezi mitenand

 

Sie kennen sicher die drei Äffchen... eines hält sich die Augen zu, das andere die Ohren und das dritte hält seine Hände vor den Mund. Die drei Äffchen sind in der Politik allgegenwärtig. Besonders bei unbequemen Themen wimmelt es von Politikern, die lieber den Mund halten oder die Augen verschliessen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann wäre ich manchmal auch lieber eines dieser drei Äffchen. Aber nicht diese Woche... Meine aktuelle Kolumne im Unterwaldner:

 

Der Fall Anis Amri muss uns zu

denken geben. Der Tunesier war im Dezember in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast und tötete zwölf Menschen.

 

Seine «Karriere» beginnt 2011, als er mit Schleppern nach Italien kommt und dort Asyl beantragt. Er gibt sich als minderjährig aus, kommt in eine öffentliche Schule und randaliert. Amris und andere Asylbewerber zünden ihre Unterkunft an und verprügeln einen

Erzieher. Er kommt ins Gefängnis und wird 2015 entlassen. Die italienischen Behörden versuchen, ihn nach Tunesien auszuweisen. Ohne Erfolg.

 

Amri verschwindet. Zuerst in die Schweiz, dann nach Deutschland. Auch dort meldet er sich als «Flüchtling», wird wieder kriminell und vorläufig festgenommen, aber schon am nächsten Tag entlassen. Die nötigen Ausweis-Ersatzpapiere aus Tunesien können nicht beschafft werden. Dann stuft ihn die Polizei als islamistischen «Gefährder» ein, er verkehrt in radikalen Moscheen und wird zeitweilig überwacht.

 

Was sagt uns der Fall Amri? Wer illegal nach Europa reisen will, nutzt am besten das Asylrecht. Die Herkunftsländer stellen sich gegen Abschiebungen – und die hiesige Politik ist nicht bereit, mit Sanktionen gegen diese Staaten vorzugehen. Dass Amri in Deutschland zuschlug ist Zufall. Es hätte auch die Schweiz treffen können. Wir müssen die illegale Asylmigration stoppen und unseren Rechtsstaat wieder durchsetzen.

 

Peter Keller, Nationalrat NW

 

 

Mo

09

Jan

2017

(Wochenbuch 253): Wenn der Dorfpolizist ein Gauner ist...

Ein Dorfpolizist und zwei "Töfflibuben". Juma-Theater 2017
Ein Dorfpolizist und zwei "Töfflibuben". Juma-Theater 2017

 

 

Grüezi mitenand

 

Neues Jahr, alte Tradition: immer im Januar führt die Jungmannschaft Hergiswil ihr Theater auf. Mit viel Einsatz bereitet sie den Besuchern einen lustigen und gemütlichen Abend. Besonders wenn der Dorfpolizist auf der Bühne der grösste Gauner ist... und am Ende doch alles gut wird.

 

Wie jedes Jahr verabredete ich mich mit meinen ehemaligen Kameraden von der Sekundarschule Hergiswil. Ein grosses Dankeschön der Juma Hergiswil für ihren tollen Beitrag an unser Dorfleben. Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Junge in einem Verein engagieren.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

02

Jan

2017

(Wochenbuch 252): Was erwartet uns 2017...?

 

 

Grüezi mitenand

 

Hoffentlich durften auch Sie geruhsame und familiäre Festtage erleben.

Ich bin kein Mensch der Vorsätze, aber trotzdem ist es gut, dass das Leben einen Rhythmus hat. So wie der Sonntag eine Woche abschliesst und man wieder sagen kann: Ich schaue nach vorne. Auch der Jahreswechsel bietet uns die Möglichkeit, wieder aufzubrechen.

 

Das Bild zeigt eine Schiffsstation in Locarno. "Partenza" heisst Abfahrt. Wohin die Reise führt, weiss man im Leben nie so genau. Trotzdem sind wir alle eine Art Kapitän und verantwortlich, wohin der Kurs führt. Um auf das Bild zurückzukommen. Bevor das Schiff die Passagiere aufnimmt, kommt es an. Jeder Partenza geht eine Ankunft voran. Damit sind wir wieder beim letzten Wochenbuch: Advent = Ankunft. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gutes 2017.

 

Um den Gedanken noch politisch einzubetten. Der Bundesrat will mit der EU ein "institutionelles Rahmenabkommen" aushandeln. Im Klartext soll die Schweiz EU-Recht automatisch übernehmen und sollte es zu irgendwelchen Uneinigkeiten kommen, entscheidet der Europäische Gerichtshof. Akzeptiert unser Land dieses Urteil nicht, darf die EU sogar Strafen und Sanktionen gegen uns verhängen. Mit einem solchen Abkommen ist es vorbei mit unserer Selbstbestimmung und auch mit unserer direkten Demokratie. Fremdes Recht und fremde Richter werden bestimmen und nicht mehr wir Schweizerinnen und Schweizer. Um nochmals auf das Bild oben zurückkommen: Wir sollten unter allen Umständen selber Kapitän bleiben und sagen, wohin es geht mit der Schweiz. Helfen Sie mit.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

12

Dez

2016

(Wochenbuch 251): Advent... ankommen...

Grüezi mitenand

 

Noch eine Woche Session... es geht um die Masseneinwanderungsinitiative, um das Budget 2017 oder ob in der Armee Drogensuchtests durchgeführt werden sollen oder nicht.

 

Schön ist, dass jedes Jahr unter der Kuppel ein Weihnachtsbaum gestellt wird. Er erinnert uns an die kommenden Festtage. Advent - ist aus dem Lateinischen und heisst Ankommen. Die Geburt Jesus und damit die Ankunft des Sohn Gottes.

 

Aber auch jenseits der Religion ist es gut, immer wieder anzukommen. In der Familie, in der persönlichen Zufriedenheit, im Beruf. Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Weihnachtszeit und dass Sie immer wieder gut ankommen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

05

Dez

2016

Wochenbuch (250): Bundesfinanzen in Schieflage...

Debatte zum Budget 2017
Debatte zum Budget 2017

Grüezi mitenand

 

In der Wintersession wird traditionell über das Budget für das kommende Jahr debattiert. Es ist absehbar, dass der Bund zu viel Geld ausgibt, dass wir die Schuldenbremse nicht einhalten können, ohne dass wir bei den Ausgaben zurückfahren. Das heisst noch lange nicht, dass wir wirklich sparen: Wir geben nur etwas weniger mehr aus, als geplant... Hier noch ein Ausschnitt aus der Thurgauer Zeitung vom 30.11.2016:

 

"Der Nationalrat verschont die Landwirtschaft und die Bildung vor grösseren Sparübungen. Stattdessen will er bei der Verwaltung sparen. Knapp gescheitert ist der Angriff von FDP und SVP auf die Entwicklungshilfe. 

Geld ausgeben ist einfach, sparen hingegen schwer: Das zeigte sich gestern im Nationalrat bei der Debatte über das sogenannte Stabilisierungsprogramm. Der Bundesrat möchte mit diesem die Ausgaben in den nächsten drei Jahren um jährlich bis zu einer Milliarde Franken kürzen. Im Nationalrat musste der Vorschlag jedoch – wie bereits im Ständerat – Federn lassen.

 

(...) Doch auch SVP und FDP mussten eine Niederlage einstecken. Die beiden Parteien wollten bei der Entwicklungshilfe in den Jahren 2018 und 2019 über eine Milliarde Franken sparen. Der Nidwaldner SVP-Nationalrat Peter Keller kritisierte, Millionen Franken flössen in «abgehobene Projekte» und in die Staatshaushalte korrupter Staaten. «Gleichzeitig fehlt im Inland das Geld», sagte Keller. Vertreter der anderen Parteien betonten jedoch, die Entwicklungshilfe trage bereits den Löwenanteil der Sparmassnahmen. (...)

 

Obwohl SVP und FDP im Nationalrat die Mehrheit stellen, konnten sie diese nicht ausspielen: Der Nationalrat sprach sich mit 94 zu 89 Stimmen gegen weitergehende Kürzungen bei der Entwicklungshilfe aus. Zwei Abweichler bei der FDP – Kurt Fluri (SO) und Laurent Wehrli (VD) – sowie mehrere Abwesende brockten FDP und SVP die Niederlage ein."

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

28

Nov

2016

Wochenbuch (249): Es weihnachtet...

Grüezi mitenand

 

Das Brauchtum lebt. In fast jeder Gemeinde ist der Samichlaus unterwegs - begleitet von Schulkindern, Treichlern, Ifelen-Trägern. In Hergiswil waren rund 750 Teilnehmer am Umzug beteiligt. Auch ich mache jedes Jahr mit und geniesse nachher das gemeinsame Spaghetti-Essen im Loppersaal.

An dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die in den Gemeinden draussen mithelfen, dieses schöne Adventsbrauchtum zu organisieren und zu pflegen.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

Mo

21

Nov

2016

Wochenbuch (248): Tradition trifft auf Innovation...

Grüezi mitenand

 

Das sind immer wieder schöne Momente: Man schlägt die Nidwaldnerzeitung auf und erfährt etwas über ehemalige Schüler: Dieses Mal von Sandro Meier und Luis Martins. Die beiden haben eine Jasstafel-App fürs iPhone entwickelt. Dank ihnen braucht man nicht mehr zwingend Kreide und Schiefertafel, sondern es reicht ein Smartphone - und los geht's. Ein schönes Beispiel, wie sich Tradition (unser "Nationalsport" Jassen) mit Innovation (eine App) verbindet.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller

 

 

 

Mo

14

Nov

2016

Wochenbuch (247): Wehrhaft bleiben...

 

Grüezi mitenand

 

Immer am "Mittwoch vor Martini" findet das Rütli-Schiessen statt - in Erinnerung an das überlieferte Datum des Rütlischwurs. Dieses Jahr durfte ich die Festrede halten. Ich war beeindruckt vom Anlass: Über 2000 Menschen besuchten das Rütlischiessen - und niemand lässt sich abhalten vom garstigen Wetter.

 

Das Rütli steht für die Wehrhaftigkeit der Schweiz. Leider sind wir zu ängstlich geworden. Man getraut sich nicht mehr, die Dinge beim Namen zu nennen. Man fürchtet sich vor der Macht der Menschen in der Gestalt von Richtern, Medien, Politikern und anderen Eliten.

Man fürchtet sich vor einer falsch verstandenen politischen Korrektheit.

 

Wehrhaftigkeit ist das Gegenteil von Ängstlichkeit. Und auch die Wahrhaftigkeit ist das Gegenteil von Ängstlichkeit. Wenn wir Parlamentarier schwören oder geloben, «die Verfassung und die Gesetze» zu beachten, dann heisst das in der Schweiz vor allem, dass wir den Volkswillen achten – auch wenn er uns nicht passt. Das kommt immer wieder vor. Mal gehört man zur Mehrheit, mal zur Minderheit, so ist das in der Demokratie.

 

Ich stelle aber mit grosser Sorge fest, dass wir Gerichte haben, die unseren Volkswillen missachten, dass wir Politiker haben, die ängstlich nach Brüssel oder anderswo hinschielen, statt unsere direkte Demokratie zu respektieren. Das ist nicht der Geist des Rütlis. Wehrhaftigkeit und Wahrhaftigkeit – auf diesem Fundament ist die freie Schweiz gebaut. Vertrauen wir diesem Geist des Rütlis.

 

Mit besten Grüssen (und bis bald)

Peter Keller